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Weihnachtswerkstatt in Brokdorf : Engel sind seine Leidenschaft

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der 59-jährige Brokdorfer Erwin Hildebrandt liebt die Arbeit in seiner heimischen Werkstatt mit Holz, Metall und Styropor.

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2017 | 05:19 Uhr

Chöre proben stundenlang Weihnachtslieder. Kreative basteln festliche Dekoration. Helfer bringen Beleuchtung an oder planen Weihnachtsfeiern bis ins letzte Detail. Es gibt viele Bürger, die mit ihrem Einsatz auf das Fest der Liebe einstimmen. Unsere Zeitung stellt Menschen vor, die den Steinburger und Dithmarscher Advent schöner machen. Heute: ein Brokdorfer, der Weihnachtsengel herstellt.

Wer noch ungewöhnlichen Advents- und Weihnachtsschmuck sucht, kann vielleicht bei Erwin Hildebrandt fündig werden. Normalerweise hat der Brokdorfer sich auf die Herstellung von Insektenhotels spezialisiert. „Die laufen das ganze Jahr“, sagt er. In der Vorweihnachtszeit aber produziert er in seiner guten ausgestatteten Werkstatt in Siethwende lieber Engel. „Die sind meine Leidenschaft, und ich habe ja die Zeit dafür.“ Auch bei den Engeln fällt gleich die Liebe des 59-Jährigen zum Werkstoff Holz ins Auge. Die Körper bestehen aus ausgesuchten Holzblöcken. Die metallenen Flügel lässt er bei einer Itzehoer Firma säuberlich zuschneiden, die Köpfe sind aus Styropor. Die Ergebnisse halten auch im Außenbereich allen Witterungen gut stand. „Die Engel werden auch gerne auf Friedhöfen aufgestellt“, weiß Hildebrandt.

Alternativ gibt es bei ihm auch metallene Adventskränze, die mit elektrischen Lämpchen beleuchtet werden können. Wie bei vielen seiner Arbeiten kommt auch hier Material zum Einsatz, das andere wohl eher als Schrott einstufen würden. Für die Adventskränze zum Beispiel hat Hildebrandt eiserne Ackerwagenräder verarbeitet, die er bei einem Bauern gefunden hatte. Als Unterbau dienen Stücke von hölzernen Dalben. Auch die Adventskränze sind damit sehr massiv.

Viel Geld verdienen will der Brokdorfer mit seinen Arbeiten nicht, auch wenn er eigens ein Kleingewerbe angemeldet hat. Ihm geht es vor allem darum, in der Freizeit etwas Sinnvolles zu tun. Der Verkauf läuft denn auch ausschließlich an der Haustür, wobei Hildebrandt es gut findet, dass Interessanten gar nicht lange feilschen wollen, was er auch als Wertschätzung für sein handwerkliches Geschick empfindet. Das Gros seiner Arbeiten hat er im Vorgarten und unterm Carport ausgestellt.

Im Frühjahr startet dann wieder die Insektenhotel-Saison. Die Behausungen für die immer seltener werdenden Tierchen erfreuen sich großer Beleibtheit. Ein besonders großes Exemplar hat er an die Edendorfer Grundschule verkauft.

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