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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 03:52 Uhr

Funkloch : Enge Grenzen für Handys an Schulen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Fast alle Einrichtungen in Itzehoe schränken die Nutzung weitreichend ein, machen aber viele Angebote zum richtigen Umgang mit Mobiltelefonen.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2014 | 05:00 Uhr

Fast jeder besitzt sie, häufig gelten sie als Statussymbol: Handys. Doch besonders an Schulen haben sie nicht nur positive Auswirkungen, oft gibt es Zwischenfälle im Schulalltag – auch in Itzehoe. Die Schulen handhaben den Umgang mit den Geräten unterschiedlich.

In der Auguste-Viktoria-Schule (AVS) sind Handys im Haupthaus nur in der Eingangshalle erlaubt. In Haus 2, wo die Oberstufenklassen untergebracht sind, dürfen sie überall, außer im Unterricht, verwendet werden. Schülern der Orientierungsstufe wird von ausgebildeten Handy-Scouts gezeigt, wie sie das Gerät richtig handhaben. Außerdem gebe es Informationsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Polizei, um auch mit den Eltern über das Thema zu sprechen, sagt Dominik Seliger, Mittelstufenleiter an der AVS.

An der Wolfgang-Borchert-Regionalschule (WBR) besitzen laut Schulleiterin Marlies Latzenberger rund 90 Prozent der Schüler ein Handy. Ähnlich wie an der AVS dürfen sie diese nur im Eingangsbereich benutzen – allerdings nur in wichtigen Fällen.

Örtlich gebunden ist die Handynutzung auch an der Gemeinschaftsschule Lübscher Kamp: nur im Aufenthaltsraum der Offenen Ganztagsschule, allerdings nur in der Mittagspause. „Oft wird mit den Handys gespielt oder Musik gehört, aber nur selten telefoniert“, sagt die kommissarische Schulleiterin Ingrid Ludwig. Halten sich Schüler nicht an die Vorgaben, wird das Telefon eingesammelt und kann später von den Eltern des Kindes abgeholt werden. Solche Vorfälle gebe es aber durchschnittlich nur ein Mal pro Woche, so Ludwig.

Auch das Sophie-Scholl-Gymnasium (SSG) unternimmt mit Handy-Scouts, Infoveranstaltungen durch die Polizei und anderen Angeboten Einiges, „um das Bewusstsein für den Umgang mit diesen Medien zu schärfen“, so Schulleiterin Angelika Hartmann. Diese wurden eingeführt, nachdem an der Schule vermehrt Vorfälle im Zusammenhang mit Cybermobbing auftraten. Deshalb wurde bei einer Schulkonferenz auch beschlossen, dass „elektronische Kommunikationsmittel vor dem Betreten des Schulgeländes grundsätzlich auszuschalten und wegzupacken“ sind, wie es in der Hausordnung steht. Und weiter: Filmen und Fotografieren sind auf dem Schulgelände grundsätzlich untersagt.

Wie am SSG dürfen an der benachbarten Gemeinschaftsschule am Lehmwohld die Handys nur nach Rücksprache mit einer Lehrkraft und in Notfällen benutzt werden. In beiden Schulen werden die Geräte vor den Klassenarbeiten oder Klausuren durch den Lehrer eingesammelt.

Die Kaiser-Karl-Schule (KKS) erlaubt die Nutzung von Handys nur im Ausnahmefall unter Aufsicht einer Lehrkraft. Verstöße gegen diese Regelung kämen sehr selten vor, so Schulleiter Dr. Hartmut Blank. Verschiedene Schritte zur Prävention, beispielsweise Medienkunde, sollten unter anderem dazu beitragen, Cybermobbing zu vermeiden. Die Schule verfügt zudem über einen Mobbing-Beauftragten und einen Beratungslehrer.. „Wir versuchen, die Schülerschaft nach allen gebotenen Regeln zu schützen“, so Blank.

An der Gemeinschaftsschule Klosterhof-Schule sind Handys generell erlaubt, da „man etwas nur verbieten sollte, wenn man es auch kontrollieren kann“, so Schulleiter Gerd Freiwald. Nach Absprache mit dem Lehrer dürfen „die Schüler in Ausnahmefällen die Handys zur Recherche im Unterricht nutzen“. Mittlerweile würden weniger Mobiltelefone eingesammelt als früher. Es ist aber wie am SSG verboten, auf dem Schulgelände zu filmen und zu fotografieren.

In der Pause und in den Freistunden, nicht aber im Unterricht dürfen Handys am Regionalen Berufsbildungszentrum (rbz) im gesamten Gebäude genutzt werden. „Wir sind eine technikorientierte Schule“, sagte Jürgen Nicolay, stellvertretender Schulleiter. Wenn ein Schüler mit Handy im Unterricht erwischt wird, behält der Lehrer es bis zum Ende der Schulstunde oder des Schultages ein. Die Lehrkraft entscheidet darüber, ob das Handy bei Klassenarbeiten abgegeben werden muss und ob es im Unterricht zur Recherche verwendet werden darf.

Die Grundschulen sind sich einig: Allgemein gilt ein Handyverbot. In Wellenkamp und Sude-West ist es den Schülern nach Absprache mit den Eltern erlaubt, ein ausgeschaltetes Handy dabei zu haben. Dies gilt aber nur für Fahrschüler in dringenden Notfällen. Die Fehrs-Schule erlaubt das Mitnehmen von Handys, diese müssen jedoch vor Unterrichtsbeginn im Sekretariat abgegeben und dort nach Unterrichtsende wieder abgeholt werden.

 

 

 

 

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