EHRENAMT : Engagement im Zeichen der Ethik

Partner im Angesicht Goethes (v. l.): Hans Stellmacher, Gerd Kilbienski (stellvertretender Bürgermeister in Krempe), Walter Schulz (Bürgemeister in Wilster)  und Malte Wicke (stellvertretender Bürgermeister in Kellinghusen).
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Partner im Angesicht Goethes (v. l.): Hans Stellmacher, Gerd Kilbienski (stellvertretender Bürgermeister in Krempe), Walter Schulz (Bürgemeister in Wilster) und Malte Wicke (stellvertretender Bürgermeister in Kellinghusen).

Hans Stellmacher stattet Bildungseinrichtungen mit Goethe-Büsten aus. Filme und Bücher für Schulen geplant.

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30. Juni 2014, 05:00 Uhr

Am Ende half Hans Stellmacher persönlich dabei, Goethe in Kartons zu packen. Vier Büsten des großen Dichters hat der Itzehoer im Rundschau-Haus am Sandberg an die Städte Wilster, Krempe, Kellinghusen und Glückstadt überreicht – Symbol für die Übergabe der Bildungseinrichtungen an die jeweiligen Bürgermeister.

Diese vermitteln die Ethik Goethes, Schillers und Schweitzers, sind angesiedelt in öffentlichen Gebäuden wie Rathäusern oder Schulen und laut Stellmacher mit Filmen und Literatur „komplett eingerichtet“. Insgesamt seien nun an die Akademien und Bildungszentren des von ihm geschaffenen Netzwerks 30 Büsten der drei großen Männer verteilt worden.

Zur Verfügung gestellt wurden sie von den Ethikfreunden Steinburg, der Goethe-Gesellschaft in Weimar, dem Weimarer Schiller-Verein, dem Albert-Schweitzer-Komitee in Weimar und dem Albert-Schweitzer-Zentrum Frankfurt. „Das Besondere ist, dass diese Weltorganisationen mit uns zusammengegangen sind“, so Stellmacher.

Diese liefern auch das Material für die nächsten Pläne. Ab 2015 für drei Jahre erhalten jeweils zehn weiterführende Schulen Bildungssätze mit Filmen und Büchern. Hinzu kommen Exemplare des jetzt vorgestellten Ethik-Heftes mit umfangreichen Beiträgen der Einrichtungen in Weimar. Von diesen werde es in die ganze Welt verteilt, sagte Stellmacher, der als Herausgeber fungiert. „Das ist eine schöne Werbung auch für uns“, befand der ehemalige Landtagspräsident Martin Kayenburg, der mit Stellmacher zusammen die Itzehoer Bildungseinrichtungen betreut.

Weiterhin wird es kostenlose Kino- und Theaterangebote für Kinder geben. Ab 2018 sollten Bildungspakete auch an Förder- und Grundschulen gehen. Doch Gerd Kilbienski, stellvertretender Bürgermeister in Krempe, mahnte mit Blick auf mögliche Schulschließungen: „Lassen Sie sich nicht zu viel Zeit.“ Das ließ sich Stellmacher nicht zweimal sagen. Tags darauf vermeldete er: Kindgerechtes Material auch für diese Schulen ist schon jetzt gesichert.

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