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Neujahrsempfang : Energiepolitik bleibt das große Thema

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Rückblick und Ausblick beim gemeinsamen Neujahrsempfang von Stadt Wilster und Amt Wilstermarsch. Dank für ehrenamtliches Engagement auf allen Ebenen

shz.de von
erstellt am 01.Feb.2016 | 07:30 Uhr

Die Energiepolitik und ihre Auswirkungen auf die Wilstermarsch bleibt eines der herausragenden Themen. Das wurde gestern beim gemeinsamen Neujahrsempfang von Stadt Wilster und Amt Wilstermarsch im Spiegelsaal des Neuen Rathauses deutlich, bei dem Amtsvorsteher Helmut Sievers und Bürgermeister Walter Schulz auf ein ereignisreiches Jahr 2015 zurückblicken. Zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens – zum Teil mit Kind und Kegel – nutzten die gute Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch.

„Die Suche nach einem Endlager muss zügig und konsequent angegangen werden“, forderte Helmut Sievers mit Blick auf die Diskussion um eine Zwischenlagerung in Brokdorf. Für „viel Unruhe“, ging der Amtsvorsteher auf das Thema Windenergie ein, hätten vom Land veröffentliche Abwägungspläne gesorgt, mit denen mögliche Ansiedlungsplätze für Windkraftanlagen skizziert wurden. Sievers geht allerdings davon aus, dass viele dieser Flächen am Ende nicht als Vorranggebiete übernommen würden. Die betroffenen Gemeinden würden die Landesplanungen in jedem Fall begleiten und sich bei Bedarf mit Stellungnahmen einbringen. Zentrales Thema für die Region sei auch der Ausbau der Netze. Aktuell werde mit der Errichtung der Nortorfer Konverterstation für die NordLink-Leitung aus Norwegen begonnen. Die SuedLink-Trasse in Richtung Bayern hingegen werde durch Netzbetreiber Tennet noch weiter überarbeitet, da jetzt einer Erdverkabelung Vorrang eingeräumt werden solle.

Zweites wichtiges Thema für die Wilstermarsch ist die Zukunft des ländlichen Raumes. Zwar, so Sievers mit einem Blick auf die Zahlen vom 31. Dezember, sei die Einwohnerzahl von Wilster mit 4400 weiterhin konstant. Im Amtsgebiet mit zuletzt genau 6768 Einwohnern setze sich der Abwärtstrend aber fort. Vor diesem Hintergrund unterstrich er die Bedeutung einer gelingenden Integration von Flüchtlingen, von denen im vergangenen Jahr 136 in den Kommunen der Wilstermarsch untergebracht worden sind. Helmut Sievers dankte dabei den vielen ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement. Gleichzeitig warb er für die Bereitstellung von weiterem Wohnraum, wobei Prognosen über die Herausforderungen für dieses Jahr noch nicht möglich seien.

Für die Stadt Wilster, so hob Bürgermeister Walter Schulz hervor, stehe nach wie vor die sehr angespannte Finanzlage im Vordergrund. Dennoch seien mehrere Investitionen gerade auch in die nachwachsende Generation gelungen. Schulz erinnerte an den Erweiterungsbau für die Kindertagesstätte „Schwalbennest“ und den bevorstehenden Umzug des Jugendzentrums an einen günstigeren Standort am Schulzentrum sowie für den Schulverband an die Fertigstellung modernster Unterrichtsräume für den Bereich Naturwissenschaften. Ganz oben auf der Wunschliste stehe weiterhin die Sanierung des Wilstermarsch-Stadions. Fördergelder seien schon lange beantragt, man warte nur noch auf grünes Licht.

Verbunden mit einem großen Dank an alle, die sich in der Wilstermarsch ehrenamtlich engagieren, üben Stadt und Land auch weiterhin den engen Schulterschluss. „Wir alle sind gefordert, in guter und ehrlicher Teamarbeit und gemeinsam mit Institutionen, Vereinen und Verbänden unser Bestes zu geben“, schloss Schulz.

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