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The Voice of Germany : Endstation in den Battles Neustart werden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Freitagabend schied Ute Ullrich aus Neuendorf-Sachsenbande gegen eine junge Österreicherin aus. Ihre Zeit bei „The Voice of Germany“ möchte sie dennoch nicht missen.

„Eigentlich hatte ich schon relativ früh gespürt, dass ich rausfliege.“ Das mulmige Gefühl hat Ute Ullrich nicht getrogen. Gestern Abend war bei der Casting-Show „The Voice of Germany“ für die 53-Jährige Endstation. Mit gewohnter Leidenschaft hatte sie im Duett mit der erst 16 Jahre alten Österreicherin Elli Vardanian den 20 Jahre alten Hit „Glory Box“ der britischen Trip-Hop-Band Portishead auf die Bühne gebracht. Anschließend mussten sich ihre beiden Coaches, Michi Beck und Smudo von den „Fantastischen Vier“, schweren Herzens entscheiden – und sie taten es für die 16-Jährige.

Für Ute Ullrich gehen damit aufregende Monate zu Ende. Trotz ihrer langjährigen Bühnenerfahrung sei sie vor den Battles „richtig ins Schwitzen“ gekommen. Immer wieder musste die Sängerin das Stück einstudieren, bis sie hunterprozentig textsicher war. Gefallen hat ihr das von den Coaches ausgesuchte Stück dennoch. „Es hatte so ein bisschen was von einem James-Bond-Song.“ Mit ihrer Partnerin Elli Vardanian war sie sich dann schnell einig, wer in dem Duett welchen Part übernimmt. Trotz ihres Ausscheidens hat sie die Teilnahme an der Casting Show keine Minute lang bereut. „Vier Jahre lang hatte ich die Sendung im Fernsehen gesehen, dann wollte ich selbst einmal ein Teil davon sein.“ Sie wollte da einfach mal reinschnuppern und auch die prominenten Coaches persönlich kennen lernen.

Die Auftritte im Berliner E-Werk, die Fahrten mit dem VIP-Bus und das ganze Drumherum haben sie einfach fasziniert. Ute Ullrich schwärmt weiter: „Es ist ein ganz tolles Team, und es sind in dieser Zeit tolle Freundschaften entstanden.“ Die zwei Auftritte bei „The Voice of Germany“ seien in ihrem musikalischen Leben jedenfalls das absolute Highlight gewesen. Gerade in den letzten Wochen ist allerdings auch viel über die Sängerin hereingebrochen, die mit Ehemann und Tochter auf einem Resthof in Neuendorf-Sachsenbande lebt. Die Zahl ihrer Facebook-Freunde ist binnen kurzer Zeit auf 1300 in die Höhe geschnellt, sie wird beim Einkaufen in Wilster herzlich begrüßt und immer wieder gibt es Angebote für künftige Auftritte. „Anfragen aus Korfu, aus der Schweiz und aus Köln“, listet sie spontan auf. Für ihre Karriere als Sängerin und Songwriterin sei die Teilnahme jedenfalls „gnadenlos toll“.

Groß ausruhen kann Ute Ullrich sich jetzt aber nicht. Will sie auch gar nicht. Sie sprüht vor Tatendrang und hat noch viele Pläne. Heute bricht sie nach Süddeutschland auf, zu einem Auftritt in der Beach-Bar in Lambsheim. Geplant ist auch schon eine längere Tour durch den Süden der Republik und durch Österreich. „Ich habe dort sehr viele Fans.“ Geplant ist zudem eine dritte CD, gemeinsam mit zwei befreundeten Musikern aus Berlin. Am liebsten würde Ute Ullrich auch viele ihrer Mitstreiter aus der Show für ein großes gemeinsames Konzert zum Beispiel im Theater Itzehoe zusammentrommeln.

Kommt mit dem Ausscheiden jetzt nicht doch ein bisschen Wehmut auf  ? „Natürlich hatte ich auf einen Steal-Deal gehofft“, bekennt die Sängerin. Der Steal-Deal ermöglicht es einem der weiteren Coaches, auch ein ausgeschiedenes Talent in ihr eigenes Team zu übernehmen. Und schließlich sei Juror Rea Garvey von ihrer Performance sehr beeindruckt gewesen. Aber auch wenn von den übrigen Jury-Mitgliedern keiner mehr auf den Buzzer gedrückt hat, findet Ute Ullrich, dass sie alles richtig gemacht hat: „Ich bin mit meinem Auftritt sehr zufrieden.“

 

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erstellt am 14.Nov.2015 | 08:39 Uhr

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