Endspurt im neuen Fitness-Parcours

Arbeiten am Fußfühl-Pfad (v. li.): Rudolf Kasuske, Hans-Eggert Horst, Doris Westphal und Dietrich Pförtner. Foto: Götz
Arbeiten am Fußfühl-Pfad (v. li.): Rudolf Kasuske, Hans-Eggert Horst, Doris Westphal und Dietrich Pförtner. Foto: Götz

Ein "Erlebnis- und Fitness-Parcours" mit 13 Stationen entsteht im Klosterforst / Einweihung im Oktober

Avatar_shz von
30. August 2011, 07:24 Uhr

Itzehoe | Wie fühlt es sich eigentlich an, mit nackten Füßen über Tannenzapfen zu laufen? Oder über Kopfsteinpflaster? Das lässt sich künftig auf dem "Fußfühl-Pfad" im Klosterforst herausfinden. Er ist Teil des "Erlebnis- und Fitness-Parcours".

2009 wurde im Gut Heil Itzehoe die Idee dazu geboren. "Der Anstoß kam vom Verein Wir für Itzehoe, der zum Projektwettbewerb Attraktives Itzehoe aufgerufen hat", erklärt Initiator Dietrich Pförtner. "Eine gemeinsame Umsetzung fand bei der Stadtverwaltung, dem Umweltamt und den Stadtpolitikern sofort großen Anklang."

Nur mit der Umsetzung ging es nicht ganz so schnell, wie sich die Initiatoren das gewünscht hätten. Zwei Jahre gingen ins Land, Gut Heil ist im Sport-Club Itzehoe aufgegangen. Doch nun steht das Projekt, das aus Spenden und Zuschüssen finanziert wurde, vor der Vollendung. Im Oktober soll Einweihung gefeiert werden.

"Wir sind im Endspurt", freut sich Heinz-Rüdiger George, Leiter der Umweltabteilung im Rathaus. Ein Großteil der 17 Geräte für den Fitness-Parcours steht schon - von Stangen für Dehnübungen bis zu Bänken, an denen die Bauchmuskulatur gekräftigt werden kann. Schautafeln werden erklären, was jeweils zu tun ist.

Am Fußfühl-Pfad verschrauben die Bauhof-Mitarbeiter die letzten Elemente für die 13 Stationen. Und auch die drei Boule-Bahnen sind schon angelegt. "Die sind ganz neu für Itzehoe, das haben wir noch nicht", betont George. Etwas problematisch gestaltete sich die Statik der "Slackline-Bahnen", auf denen balanciert werden kann. Doch auch sie werden bald installiert sein.

"Der Parcours soll den Anreiz zu mehr Bewegung und sozialen Kontakten geben", erklärt Dietrich Pförtner. Es solle ein "Generationspark" werden. Seines Wissens ist es die "erste Anlage dieser Art in Schleswig-Holstein". Der Fußfühl-Pfad sei eine Wohltat für die Füße, die stets in engen Schuhen eingeklemmt seien. "Gönn dir eine Erholung für die Füße, spüre deine Sinne und die Reize der Natur in einer schönen Anlage", fasst Doris Westphal das Motto zusammen. Erst könne im Wald gejoggt, dann der Fitnessparcours genutzt werden - und auf dem Fußfühl-Pfad warte schließlich die Erholung. Erste Neugierige haben die Anlage schon getestet, hat Doris Westphal beobachtet. Damit der Zustrom nicht abreißt, "sind wir als Übungsleiter gefragt, die Leute hierher zu schicken".

Die Pflege wird die Stadt übernehmen. "Aber der Verein muss einspringen, wenn ein Gerät kaputt geht", erklärt Heinz-Rüdiger George. Oft wird es wohl nicht vorkommen: "Da muss man sich schon sehr anstrengen, dass man die kaputt kriegt."

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen