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Jetzt aber los : Endspurt bei den Baumverkäufern

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Weihnachtsbaum-Verkäufer machen ihr Hauptgeschäft erst in den letzten Tagen vor dem Fest – und ohne die Nordmanntanne geht es nicht.

von
erstellt am 24.Dez.2013 | 05:00 Uhr

Ein Tag vor Heiligabend. Nun wird es aber Zeit für den Baum. Doch manche pokern auch: „Die ganz Extremen kommen morgen“, sagt Tatjana Brausch. „In der Hoffnung, dann den tollsten Baum für 10 Euro zu bekommen.“ Eher müssten sie aber nehmen, was übrig sei, denn die schönsten Weihnachtsbäume seien dann natürlich weg – auch am Stand der 51-Jährigen an der Konsul-Rühmann-Straße.

Es ist einer von dreien des Dithmarschers Peter Faby neben Wellenkamp und Edendorf. Nach schleppendem Beginn zieht der Zulauf in der Konsul-Rühmann-Straße zur Mittagszeit an. Auch Jens-Peter Schmidt (48) aus Steinburg fährt vor – „weil sie vor zwei Tagen gesagt hat, sie wolle doch einen Weihnachtsbaum haben“, sagt er, dabei auf seine Tochter Ann-Cathrin Kahllund zeigend. Eigentlich war das Fest ohne Baum geplant, aber er gehöre doch dazu, findet die 15-Jährige. „So lange die Tochter noch da ist....“, sagt ihr Vater.

„Das beste Geschäft war am vierten Adventssamstag“, schildert Tatjana Brausch. Rund 50 Bäume habe sie da ins Netz gesteckt: „Ich habe nur noch durchgezogen und kassiert. So macht es auch Spaß.“ Die Bäume stammten alle aus dem Kreis Steinburg – „wir haben keine Tannen, die dänisch sprechen“. Und durchgehend handele es sich um Nordmanntannen.

„Anderes wird nicht gekauft“, bestätigt Karl-Heinz Feist. Der 64-Jährige aus Odderade in Dithmarschen steht zum zweiten Mal mit seinen Bäumen am Famila-Markt am Delftor. Auch wenn immer noch Luft nach oben ist, er habe gut verkauft: „Gestern haben wir auf unserem Feld noch einmal nachgesägt.“ In der Woche vor Totensonntag startete er den Verkauf mit Tannengrün und vereinzelt Bäumen. Das Hauptgeschäft beginne 14 Tage vor dem Fest und ziehe dann in den letzten Tagen noch einmal an. Dafür sieht Feist einen ganz pragmatischen Grund: Viele Bewohner in der Stadt könnten mangels Platz ihren Baum nicht über längere Zeit irgendwo aufbewahren. Und ganz am Schluss kümmert sich der 64-Jährige um das eigene Wohnzimmer: „Ich habe noch gar keinen Baum.“

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