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Norddeutsche Rundschau

13. Dezember 2017 | 12:25 Uhr

Feuerwehr : Endlich eigene Wärmebildkamera

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Löschtruppe aus Burg möchte nicht länger auf Hilfe von außerhalb angewiesen sein. Sponsoren ermöglichen die 5000 Euro teure Investition.

shz.de von
erstellt am 08.Jan.2014 | 05:00 Uhr

Bürgermeister Hermann Puck (CDU) ist stolz auf seine Wehr. Denn die hat die Initiative ergriffen und eine Wärmebildkamera angeschafft. Damit wurde die umfangreiche Ausstattung der Burger Pflichtfeuerwehr nunmehr komplettiert. Die Wärmebildkamera war faktisch der letzte noch offene Wunsch.

Kurz vor Weihnachten bereits kam die Kamera. Seither weisen Atemschutzleiter Patrick Andresen (36) und sein Vize Arne Puck (24) die 20 Burger Atemschutzträger an der Kamera ein, denn sie sind es, die damit vor allem nach dem Löschen nach noch unentdeckten Glutnestern suchen sollen. Montag vormittag kam das Gerät bereits zum Einsatz, allerdings in Quickborn, wo man nach einem Brand in einem Heizungsraum sicher gehen wollte, dass da keine Glut mehr schwelte.

Wehrführer Thomas Kusch (33) betont, dass die Wärmebildkamera auch den Nachbarwehren zur Verfügung stehe. Bisher hatte nur Eddelaks Wehr eine Wärmebildkamera unter den 13 Amtswehren. In den vergangenen Jahren rief Kusch daher häufig die Eddelaker Kameraden mit ihrer Kamera hinzu. Das Ablöschen wurde sicherer, schneller und effektiver dank der neuen Technik. ,,Die Einsatzzeit wird halbiert“, sagte Kusch. Die Kamera schützt die Kameraden zugleich im Einsatz, weil sie unsichtbare Wärmeentwicklungen, etwa hinter Türen, zuverlässig anzeigt. Ein lebensgefährlicher Flammenschlag kommt nun zumindest nicht mehr überraschend daher. Zudem sorgt die Wärmebildkamera für einen schnellen Erfolg bei der Personensuche im Dunkeln beziehungsweise in verqualmten Räumen.

Den Wunsch nach diesem Gerät hegten Burgs Pflichtwehrmitglieder seit längerem. Da von Seiten der Gemeinde angesichts leerer Kassen nichts zu erwarten war, putzten Bürgermeister und Wehrführer Klinken, sprachen potentielle Sponsoren an. Mit Erfolg, fünf Spender, darunter ein Großspender öffneten für die Optimierung des örtlichen Brandschutzes ihr Portemonnaie und gaben zusammen 5000 Euro. Eigentlich kostet die Wärmebildkamera 7500 Euro, doch hier kam der Hersteller der Löschtruppe entgegen. ,,Die Feuerwehr bekommt hier kein neues Spielzeug, sondern ein effektives Arbeitsgerät, womit Menschen gerettet werden können“, betonten Thomas Kusch, Pressesprecher Arne Puck und sein Vater Bürgermeister Hermann Puck gleichermaßen.

„Die Motivation und Kameradschaft innerhalb der Truppe sind sehr gut", so der Bürgermeister. „Dadurch, dass wir so ein junger Haufen sind, sind innerhalb der Wehr auch viele private Freundschaften entstanden“, fügte sein Sohn hinzu. Wie zum Beweis standen die Kameraden Sven Zager und Henry Mohr in der Werkstatt und setzten in ihrer Freizeit einen Löschkopf instand.

45 Männer und Frauen bilden derzeit Burgs Pflichtwehr, deren Durchschnittsalter bei 34 Jahren liegt. Verstärkung ist gern gesehen. Mitzubringen sind der Wille zum Helfen, technisches Interesse und die Bereitschaft zu Lernen. „Jeder wird gebraucht", sagte Arne Puck und wies auf die Homepage unter www.feuerwehr-burg.org hin. Da stehen alle Termine und jede Menge Informationen über Burgs Pflichtwehr, deren Einsetzung durch Landrat Dr. Jörn Klimant sich am 16. Februar zum fünften Mal jährt.

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