beschlossen : Elternbeirat für die ganze Stadt

Sind Schüler auf Hartz-IV angewiesen, kann das Jobcenter dauerhaft die Kosten für notwendigen Nachhilfeunterricht übernehmen.
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Sind Schüler auf Hartz-IV angewiesen, kann das Jobcenter dauerhaft die Kosten für notwendigen Nachhilfeunterricht übernehmen.

Itzehoer Schulausschuss lehnt Runden Tisch zur Bildung ab. Statt dessen soll ein Stadtelternbeirat gebildet werden. Dafür werden die Schulelternbeiräte angeschrieben.

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20. November 2013, 12:00 Uhr

Bildung im Allgemeinen und Schulen im Besonderen – bei diesen Themen gibt es immer viel Gesprächsbedarf. Einen Runden Tisch für die Bildung wollten die Grünen im Schul- und Kulturausschuss initiieren. Die Mehrheit aber bekam ein Antrag der CDU: Nun soll ein Stadtelternbeirat gebildet werden.

Seit der Kommunalwahl ist Eva Gruitrooy (Bündnis 90/Grüne) Vorsitzende im Schul- und Kulturausschuss. In den ersten Sitzungen wurde viel diskutiert, auch mit Gästen. Dennoch hatte sie festgestellt: Die Beteiligung sei zeitlich und inhaltlich nur begrenzt möglich und werde von den Akteuren als unzureichend beschrieben. Daher rührte der Antrag für einen Runden Tisch, „ein Forum ohne Abstimmung und ohne Zeitdruck“, so Gruitrooy. In offener Runde sollten dabei Fragen gesammelt und ihre weitere Bearbeitung geklärt werden. So würden die Bürger beteiligt an wichtigen Dingen, die alle angehen: „Wir können als Kommunalpolitik nur bestehen, wenn wir die Bürger einbeziehen.“

Die Mehrheit sah darin keinen Nutzen und nichts Neues: Seit jeher werde transparent zusammengearbeitet. Und vor allem, so Ingrid Reichhelm (CDU), gab es den Runden Tisch vor bald zwei Jahren zum Auftakt der Bildungslandschaft. Letztlich bedeute der Antrag der Grünen wieder eine Stadtbildungskonferenz, meinte auch Andreas Arndt, Leiter des Amtes für Bildung. Das schüre hohe Erwartungen und dann Frustration, wenn Resultate ausblieben. In der Bildungslandschaft ist nur noch die Arbeitsgruppe Inklusion aktiv. Auch Marlies Latzenberger, Leiterin der Wolfgang-Borchert-Regionalschule, war skeptisch gegenüber einem Runden Tisch: „Ich glaube, dass dabei nichts rauskommt. Die Probleme der Schulen sind zu unterschiedlich.“ Nur vom IBF bekamen die Grünen Unterstützung.

Ingrid Reichhelm (CDU) beantragte den Stadtelternbeirat, denn die Arbeit solle auch fruchten. Sie müsse strukturiert werden, „sonst läuft es aus dem Ruder“. So könnten Eltern viel gezielter eingebunden werden, ergänzte Heinrich Kracht (CDU). Für das Gremium stimmten CDU, SPD und FDP, dagegen UWI und IBF. Gruitrooy enthielt sich.

Alle Schulelternvertreter sollten eingeladen werden, so der Antrag der CDU. Das wären viele. Das Amt für Bildung wird sich nun laut Arndt an die „Vertreter der Vertreter“ wenden und die Vorsitzenden der Schulelternbeiräte einladen. Es gehe um ein Stimmungsbild, wie die Idee eines Stadtelternbeirats gesehen wird. „Es ist ja auch zusätzliche ehrenamtliche Zeit, die man aufbringen muss.“ Andererseits eröffne das Gremium die Gelegenheit, Anliegen gegenüber der Politik besser zu unterstreichen. Erste Signale von Elternseite waren, so Arndt, „durchweg positiv“.

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