zur Navigation springen

Demonstration : Elskoper kämpfen um sicheren Radweg

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Elskoper geben nicht auf. Sie fordern weiter einen Radweg an der vielbefahrenen Dorfstraße

von
erstellt am 13.Apr.2015 | 04:45 Uhr

Im Juni vergangenen Jahres hat die Bürgerinitiative für den Radweg in Elskop die Fertigstellung der Straßenbaumaßnahme zur Sanierung der Kreisstraße 48 gefeiert. Der bei den Bauarbeiten eingeplante Radweg ist aber immer noch nicht in Sicht.

Sönke Rohwedder-Struve und Heino Hansen, Sprecher der BI, konnten jetzt durch Spendengelder der Sparkasse Westholstein Schilder anfertigen lassen, mit denen sie auf die missliche Lage der Radfahrer und Fußgänger an der vielbefahrenen Dorfstraße aufmerksam machen wollen.

„Der Weg ist das Ziel“ steht auf den großen Transparenten zu lesen. „Und das meinen wir im doppelten Sinn“, sagt Heino Hansen. „Unser Ziel ist der seit Jahren geplante Radweg, an dessen Ende das Ziel Schule für unsere Kinder liegt.“

Nach der Schließung der Gemeinschaftsschule in Krempe wird die Strecke noch stärker frequentiert und auch Fahrradgruppen nutzen die Verbindung nach Glückstadt. Eine angekündigte Verkehrszählung ist mittlerweile erfolgt, aber noch nicht abgeschlossen.

„Der Schulweg ist das wichtigste Argument“, sagt Bürgermeister Jochen Töllner. Im Straßenverlauf wurden zwei Verengungen eingebaut, die zum Baumschutz aufgebaut wurden, um dem Wurzelwerk den nötigen Platz zu bieten. Die Gemeinde und die Bürgerinitiative sehen darin eine immense Gefährdung des Straßenverkehrs, da die Verengungen schlecht einzusehen sind.

„Radfahrer und Fußgänger haben da keine Chance, wenn sich Fahrzeuge begegnen oder die Landwirte mit großem Gerät unterwegs sind“, schildert Heino Hansen die Situation vor Ort und sieht Unfälle vorprogrammiert.

„Eigentlich sollte der Mensch an erster Stelle vor den Bäumen stehen“, kann auch Töllner den Baumschutz nicht nachvollziehen.

Zu dem Treffen am Bushäuschen in der Dorfstraße waren auch der Landtagsabgeordnete Oliver Kumbartzky und der Kreistagsabgeordnete Willi Göttsche (beide FDP) nach Elskop gekommen. „Mir gefällt ihre Bürgerinitiative, zeigen Sie weiter Flagge“, machte Oliver Kumbartzky den Anwohnern Mut. Er versprach, das Anliegen mit nach Kiel zu nehmen und Druck zu machen. „Die Landesregierung hat extra Gelder für den Radwegebau umgewidmet, ich verstehe nicht, warum hier nichts passiert.“

Die Veranstaltung nahmen einige Schulkinder zum Anlass, sich ebenfalls zu Wort zu melden. „Mir ist jetzt der Weg mit dem Fahrrad zu meinem Freund zu gefährlich, die Autos fahren hier viel zu schnell“, sagt Tjark Gravert. Der Neunjährige hat mit seinem Freund Konstantin Preuß (8 und anderen Kindern Bilder gemalt und ihre Forderung nach einem sichereren Schulweg auf kleinen Plakaten zum Ausdruck gebracht, die sie im Bushäuschen angepinnt haben.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen