Verkehr : „Else“ kämpft um Gemeinnützigkeit

Wie bei dieser Ausfahrt mit historischen Motorrädern ist Störfähre „Else“ auch Anziehungspunkt für viele Ausflügler.
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Wie bei dieser Ausfahrt mit historischen Motorrädern ist Störfähre „Else“ auch Anziehungspunkt für viele Ausflügler.

Förderverein für die Störfähre zieht in Beidenfleth Bilanz und meldet hohen Zuschussbedarf. In diesem Jahr schon mehr als 5700 Fährpassagen

shz.de von
12. April 2018, 05:01 Uhr

Der Förderverein Störfähre „Else“ e.V. zählt zurzeit 218 Mitglieder. „Die Zahlen sind leicht rückläufig, wir brauchen neue, vor allem junge Mitglieder“, erklärte Horst Heinrich auf der Jahresversammlung. Der Vorsitzende wies darauf hin, dass die Mitgliedsbeiträge zu einem großen Teil zu der Bezuschussung der fährbetreibenden Gemeinden Beidenfleth und Bahrenfleth beitragen. Mit 12 Euro jährlich hält sich der finanzielle Aufwand für die Unterstützer in Grenzen. Er hilft aber, den Fährbetrieb aufrecht zu erhalten.

„Leider wird uns immer noch die Gemeinnützigkeit versagt, so dass wir für größere Spenden keine Bescheinigung ausstellen können“, bedauert Peter Krey. Der Gemeindechef aus Beidenfleth hat vor zirka 13 Jahren den Neubau der Fähre angeschoben, die 2006 in Betrieb genommen wurde. Dafür dankte Horst Heinrich ihm mit einem gefüllten „Else-Büdel“. Sein Dank galt allen Förderern für die Unterstützung.

Am 1. Mai findet abermals das „Singen für Else“ statt, das Fähr-Event, bei dem im vergangenen Jahr etwa 1800 Euro an Spenden eingenommen wurden. Kassierer Günter Meyer berichtete zur Kassenlage, dass vom Landfrauenverein Krempermarsch und der Goldenen Konfirmation größere Spenden eingegangen sind. Er wurde, wie auch der zweite Vorsitzende Rolf Beermannm, bei den anstehen Wahlen in seinem Amt bestätigt. Neue Kassenprüferin wurde Karin Jürgensen. Die größten Ausgabeposten im Fährbetrieb sind Versicherungsbeiträge und die drei jährlichen Wechsel der Führungs- und Leitseile sowie die Beseitigung der Schlickablagerungen auf dem Fährdamm, erklärte Peter Key den hohen Zuschussbedarf.

In diesem Jahr konnten bereits 5715 Fährpassagen verzeichnet werden, die sich in Fußgänger, Pkw, Motorräder, Trecker, Transporter/Wohnmobile und Lkw aufschlüsseln. Im vergangenen Jahr stiegen die Zahlen während der Sperrwerk-Sperrung stark an, allerdings war die Fähre durch die Bauarbeiten am Fährdamm auf Bahrenflether Seite für fünf Monate ausgefallen. „Wir haben dafür immer noch keine Entschädigung erhalten“, sind Krey und auch Harm Früchtenicht aus Bahrenfleth vom Verhalten der Kreisverwaltung enttäuscht. Der Vorstand sieht sich bei der Beschilderung von Umleitungen über die Fähre benachteiligt. „Wir haben uns schon selber Schilder besorgt.“ Man ist in Beidenfleth auf die Regelung im nächsten Jahr gespannt, wenn die Klappbrücke Heiligenstedten erneuert wird.

Günter Meyer stellte die neuen T-Shirts, Kaffeebecher, Basecaps, Leinenbeutel und Sitzkissen mit dem neuen Fähremblem vor. „Die Sachen kommen am 1. Mai beim Fährsingen in den Verkauf.“ Auch der Internetauftritt des Fährvereins soll aktualisiert werden. Außerdem wurde beschlossen, dass der Verein der Deutschen Fährstraße beitritt, um touristisch besser auf „Else“ aufmerksam machen zu können.




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