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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 16:43 Uhr

Elmshorn liebäugelt mit Ordnungsdienst

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 11.Nov.2015 | 14:20 Uhr

Es gibt Orte in Elmshorn, an denen sich die Bürger nicht sicher fühlen. Sogenannte Angst-Orte, wie den Steindammpark, wo schon häufig Menschen überfallen und sogar vergewaltigt wurden. Stadtrat Dirk Moritz hat vor kurzem das Thema „Kommunaler Ordnungsdienst“ ins Spiel gebracht. Dabei würde es sich um fest angestellte Mitarbeiter der Stadtverwaltung handeln, deren Aufgabe es wäre, in der Stadt für mehr Ordnung und Sicherheit zu sorgen.

„Diese Leute würden ständig in der Stadt Präsenz zeigen. Dadurch wäre die Stadt sauberer und sicherer.“ Finanziell würden sie sich selber tragen – schließlich würden die Kosten für die Müllbeseitigung oder die Entfernung von Graffiti sinken.

In anderen Städten gibt es eine solche Einrichtung seit längerem. Vor allem die größeren Städte in Nordrhein-Westfalen haben seit Ende der 1990er Jahre vermehrt Kommunale Ordnungsdienste eingerichtet – als Reaktion auf zunehmende Sicherheitsprobleme wie Straßenkriminalität und mangelnde Straßensauberkeit.

Auch in Glückstadt gibt es einen solchen Ordnungsdienst. Ein privater Sicherheitsdienst sorgt im Sommer an Freitagen und Sonnabenden für Sicherheit. „Das hat sich gut bewährt“, sagt Jürgen Kewitz vom dortigen Ordnungsamt. „Wenn jemand auffällig wird, können die Mitarbeiter der Elmshorner Firma Platzverweise aussprechen oder die Person nach dem Jedermannsrecht festhalten, bis die Polizei da ist.“ Die Kosten teilt sich die Stadt mit der Bevölkerung. Was an Spenden eingeht, wird verdoppelt – maximal zahlt Glückstadt 10  000 Euro pro Jahr.

In Lübeck gibt die Stadt jährlich 436  000 Euro Personalkosten und zusätzlich 15  000 Euro für Bekleidung und Dienstwagen für ihre sieben Mitarbeiter aus. Dagegen stehen rund 120  000 Euro, die der Ordnungsdienst durch Verwarnungen und Bußgeldbescheinigungen der Stadt unterm Strich wieder einbringt.

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