zur Navigation springen

Bildung und Wirtschaft : Elbehafen wird zum „Lernort“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Brunsbüttel Ports setzt Projekt „Talentekompass“ in Zusammenarbeit mit der Brunsbütteler Volkshochschule fort.

Schon seit zwei Jahren bietet Hafenbetreiber Brunsbüttel Ports Schulklassen und Kindergärten die Möglichkeit zur Besichtigung des Elbehafen. Jetzt ist das Ganze auf breitere Füße gestellt worden. Seit gestern ist der Elbehafen im Rahmen des Projektes „LandZukunft“ zu einem „außerschulischen Lernort“ für Hafenbesuche aufgewertet worden.

Damit sei, so sagte Hafen-Geschäftsführer Frank Schnabel bei der Auftaktveranstaltung, die Idee umgesetzt worden, dass sich das zur Schrammgroup gehörende Unternehmen dauerhaft in das gesamtpädagogische Konzept einbringe. Dieses wird Brunsbüttel Ports auch nach dem Auslaufen der im Rahmen des „Talentekompass“ bis Ende 2014 befristeten Förderprojekte nachhaltig umsetzen und hierfür weiterhin umfangreiche Ressourcen zur Verfügung stellen, so Schnabel. Man müsse frühzeitig beginnen, Kinder an die Wirtschaft heranzuführen. Schnabel sah darin eine Chance, Nachwuchs für die mehr als zehn Ausbildungsberufe seines Unternehmens zu gewinnen. Gegenwärtig werden 30 Azubis ausgebildet.

Ebenso positiv äußerten sich auch Brunsbüttels Bürgermeister Stefan Mohrdieck, Landrat Dr. Jörn Klimant und die Vorsitzende der Volkshochschule Dr. Elke H. Schmidt-Wessel über den ersten außerschulischen Lernort in der Schleusenstadt. Die VHS gilt als ein wichtiger Partner. Sie hat mit kommunaler Unterstützung das Gesamtkonzept ausgearbeitet und umfängliche Materialien erstellt.

Als zentrale Themen werden zunächst der Hafen und seine Funktion und vor allem die von der Brunsbüttel Ports angebotenen Ausbildungsmöglichkeiten im maritimen und kaufmännischen Bereich dargestellt. Mit Hilfe von den Altersgruppen entsprechenden Lehrmaterialien werden KiTa- und Schulkinder in der Region angesprochen. Premiere hatte auch eine eigens für den Elbehafen entwickelte Handspielpuppe mit dem Namen „Elbi“. Dr. Schmidt-Wessel regte sogar an, diese von der Familie Ladage entwickelte Puppe zu einem Souvenirartikel für den Hafenstandort Brunsbüttel zu machen.

Die Ratsversammlung, so blickte Stefan Mohrdieck zurück, habe im Januar 2012 den Beschluss zur Beteiligung am Projekt LandZukunft gefasst. Im November desselben Jahres übergab der Kreis Dithmarschen die Fördermittel des Bundes in Höhe von 187  310 Euro. Mit Brunsbüttel Port habe man ein Wirtschaftsunternehmen an der Schaltstelle zum Hafen gefunden, mit dem es gelingen werde, das Projekt nachhaltig zu sichern. Der Bürgermeister begrüßte das Engagement der Volkshochschule, die bereits mit einem Auftragsvolumen von 217  000 Euro Träger des Projekts Talentekompass gewesen sei. Für den außerschulischen Lernort stellte die Stadt weitere 15  000 Euro zur Verfügung, 30  000 Euro sollen für das weitere Zukunftsprojekt fließen. Stefan Mohrdieck hat schon neue Ideen: einen Hafenbus, mit dem die benachbarten Industrieanlagen in den außerschulischen Lernort einbezogen und der für Rundfahrten durch die Großbetriebe eingesetzt werden könnte.

In dem außerschulischen Lernort sah Landrat Klimant neue Ansätze und eine neue Qualität der Förderprogramme. Er dankte der Wirtschaft, die hier ein Stück Mitverantwortung für die Region übernommen habe. Schmidt-Wessel bezeichnete die VHS als verbindendes Element zwischen allen Beteiligten. „Wir haben die Fachleute, die die Nachhaltigkeit langfristig sichern werden“, versprach die VHS-Geschäftsführerin.

Im Anschluss probierten zahlreiche Kinder, denen der Hafenbetrieb mit einer Power-Point-Präsentation vorgestellt wurde, die einzelnen Elemente des Lernorts „live“ aus. Große Ausstellungswände wurden auf ihren Inhalt geprüft, mit Sitzwürfeln wurde Memory gespielt und getobt. Vor allem das großteilige Hafenmodell begeisterte die Kinder, die beim Aufbauen und beim Darstellen von Hafenaktivitäten spielend zu Logistikern wurden – viele mit leuchtenden Augen. Das Modell mit Häusern, Hallen, Hafenpier, Kränen, Lkw und Schiffen war an der Boy-Lornsen-Schule von Heidi und Lothar Herrmann entwickelt worden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen