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Lange Nacht der Industrie : Elbehafen: Im Einsatz von Flüssiggas liegt die Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Im Elbehafen konnten die Besucher einen Blick hinter die Kulissen der modernen Windenergiewirtschaft werfen.

Maritime Dienstleistungen aus einer Hand bietet die in Brunsbüttel ansässige Schramm-Group mit ihren sieben Standorten; den Brunsbüttel Ports mit Elbehafen, Hafen Ostermoor und Ölhafen, den Häfen in Glückstadt und Rendsburg sowie zwei Terminals in Hamburg beim Aurubis-Werk und am Kraftwerk Moorburg. „Insgesamt beschäftigen wir 250 Mitarbeiter bei wachsender Tendenz“, berichtete Schramm-Geschäftsführer Frank Schnabel den rund 90 Besuchern in der Langen Nacht der Industrie. Zum Abschluss der „langen Nacht“ unternahmen die Besucher trotz des regnerischen Wetters in kleineren Gruppen einen geführten Rundgang durch den Elbehafen.

„Ob Offshore oder Onshore – Windkraft ist unsere Spezialität“, sagte Schnabel und hob den strategisch wichtigen Logistikstandort des Elbehafens an der Einfahrt zum Nord-Ostsee-Kanal und als „Tor zum Baltikum“ hervor. Der Elbehafen sei ein Universalhafen, „der fast alles kann“. Er sei ausgelegt auf kombinierte Verkehre zu Wasser sowie auf Straße und Schiene. Mit einem Jahresumschlag von elf Millionen Tonnen nehme Brunsbüttel Platz sechs im Ranking der deutschen Seehäfen ein. Er rangiere hinter Hamburg, Bremen, Lübeck, Wilhelmshaven und Rostock und liege deutlich vor Kiel.

Er listete die Millionen-Investitionen am Elbehafen auf und begrüßte die Kooperation im weltweiten Marketing mit Hamburg. Davon profitiere auch Hamburg, denn Brunsbüttel biete mit 450 Hektar ausreichend freie Flächen für Industrieansiedlungen an – Flächen, die Hamburg nicht mehr bieten könne. Erfolge verspricht sich Schnabel auch in einer Kooperation mit den sächsischen Binnenhäfen, um die Binnenschifffahrt auf der Elbe zu stärken und Transporte über Hamburg hinaus auf den Wasserweg zu verlagern.

Die Zuhörer erfuhren Aktuelles aus dem Umweltmanagement der Green-Ports. Schnabel sieht die Zukunft als Seehafen im Einsatz von Flüssiggas LNG, das die umweltbelastenden Schweröle ersetzen solle. Dazu ist am Elbehafen eine Bunkerstation – also eine große LNG-Tankstelle für Schiffe – geplant. „Wir wollen damit einer der ersten sein, damit die Region sauberer wird“, erklärte Schnabel.

Dringend notwendig sei eine verbesserte Verkehrsanbindung des Industriestandorts. Die eingleisige Bahnstrecke von Wilster bis Brunsbüttel sei nicht mehr hinnehmbar. Schnabel forderte eine zweigleisige elektrifizierte Anbindung, den dreispurigen Ausbau der B5 bis Brunsbüttel und eine Optimierung des Gasnetzes.

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