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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 05:43 Uhr

Cuxhavenfähre : Elb-Link: Fortbestand garantiert

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Geschäftsführung bricht ihr Schweigen und gibt eine Bestandsgarantie für die Linie zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven.

von
erstellt am 24.Feb.2017 | 12:14 Uhr

Kehrtwende in der Führungsetage der Cuxhavenfähre. Nun bricht Geschäftsführer Gren Noormets sein Schweigen, das in den vergangenen Tagen für Irritation geführt hatte. Seit die Fähre „Grete“ Sonntag Abend in Cuxhaven eine Werft ansteuerte, gab es keine Erklärungen darüber, wie lange das Schiff ausfällt – und damit nur ein Notfahrplan für die zweite Fähre „Anne-Marie“ aufrecht gehalten wird. Selbst Bernd Bässmann, Betriebsleiter der Cuxhavener Reederei Elb-Link, konnte keine Erklärungen liefern, beklagte sich über das Schweigen seiner Chefs in Estland (wir berichteten). Die Linie droht wichtige Kunden zu verlieren.

Der Fortbestand der Fährverbindung zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel sei absolut gesichert: „Elb-Link plant, die 2015 wiedereröffnete Linie Cuxhaven-Brunsbüttel langfristig und zuverlässig zu betreiben“, stellte Geschäftsführer Gren Noormets klar. „Wir verzeichnen einen sehr kräftigen und stetigen Aufwärtstrend bei den Passagierzahlen“, so Noormets weiter, „entscheidend ist jedoch, dass sich die Zahl der beförderten Lkw im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt hat“.

Zur finanziellen Situation der Linie, die nun erneut in turbulentes Fahrwasser geraten ist, sagt er: „Die Anteilseigner haben bislang rund 15,5 Millionen Euro in die Elb-Link-Reederei investiert, und sie haben großes Interesse daran, den Betrieb der Fähren erfolgreich zu sichern.“ Derzeit befinde man sich am Ende der erlösschwachen Nebensaison. „Doch in den Monaten April bis Oktober zieht das Geschäft wieder stark an“, so Noormets. Das hatte Bernd Bässmann gegenüber unserer Zeitung ebenfalls betont.

Auch für den Werftaufenthalt der Grete liefert Noormets eine Erklärung. Nachdem die Mannschaft eine Fehlfunktion in der Bordelektrik festgestellt hätte, sei das Schiff vorübergehend außer Dienst genommen worden und werde derzeit in der Werft durchgecheckt. „Wann, wenn nicht jetzt in der Nebensaison, wäre der beste Zeitpunkt, um diese Arbeiten auszuführen?“, fragt Noormets. Sobald der Fehler gefunden und behoben sowie die Sicherheit an Bord wieder zweifelsfrei hergestellt sei, werde die „Grete“ den regulären Fährbetrieb wieder aufnehmen. Derzeit operiert lediglich die „Anne-Marie“ mit acht Abfahrten täglich zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel.

Und es gibt offenbar ein weiteres Problem. Die beiden Schiffe werden von einer unabhängigen Betreibergesellschaft (Saaremaa Laeiva Kompanii ) gesteuert und bemannt, erläuterte Noormets weiter. „Die Personaldecke ist wegen mehrerer krankheitsbedingter Ausfälle derzeit enorm dünn“, so der Geschäftsführer. Deshalb suche die Betreibergesellschaft neues Personal, darunter auch erfahrene Kapitäne.

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