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Norddeutsche Rundschau

24. Oktober 2017 | 06:47 Uhr

A20-Bau : Einwändefrist endet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Noch bis zum 16. Dezember können Bürger ihre Bedenken gegen die geplante Autobahn 20 vorbringen. In Hörnerkirchen wird informiert.

shz.de von
erstellt am 05.Dez.2013 | 17:00 Uhr

Die A 20 bleibt ein heißes Thema. Noch ist nicht klar, ob die Autobahn westlich der A 7 überhaupt jemals gebaut wird. Ebenso wenig absehbar ist, wo letztlich die Trasse im Detail verlaufen soll. Bei Bad Segeberg bremste jüngst das zu wenig berücksichtigte Fledermausvorkommen den Autobahnbau aus. Seither wird wieder eifrig in der Region Hörnerkirchen/Hohenfelde geplant. Um die Bürger über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren, hatten die Lokalpolitiker zu einem Infoabend in den Westerhorner Lindenhof geladen. Rund 100 interessierte Zuhörer folgten dem Ruf.

„Hier und heute geht es nicht darum, ob wir eine Autobahn wollen oder nicht, sondern um die möglichen Einwände“, erklärte Hörnerkirchens Amtsvorsteher Bernd Reimers. Rechtsanwalt Rüdiger Nebelsieck, der auch die Belange der Gemeinden vertritt, erklärte anschließend die geltenden Rahmenbedingungen des Verfahrens. Noch bis zum 16. Dezember kann jeder Bürger, der durch die vorgesehenen A 20-Planänderung betroffen ist, schriftlich Einwändungen erheben. „Geben Sie Ihre Einwändungen rechtzeitig in den Ämtern oder der Anhörungsbehörde in Kiel ab“, mahnte der Rechtsexperte. Sei die Frist erst einmal verstrichen, gebe es keine zweite Chance.

2008 machten die Bürger in Hörnerkirchen und Hohenfelde das Prozedere schon einmal durch. Die Wiederholung koste „Zeit und Nerven“, sagte Nebelsieck, dennoch seien auch alle Bürger, die damals bereits Einwändungen gemacht hätten, gut beraten, ihre Argumente auf den neuesten Stand zu bringen und erneut schriftlich einzureichen. Auch wer 2008 noch nicht aktiv geworden sei, könne dies jetzt werden. „Dafür sehe ich zumindest sehr gute Chancen“, so Nebelsieck. Mustereinwändungen liegen ab sofort im Amtshaus Höki und im Barmstedter Rathaus aus. Hohenfelder finden die Unterlagen in ihrem Amt oder im örtlichen Lebensmittelgeschäft Otto.

Rechtsanwalt Nebelsieck glaubt übrigens persönlich nicht an einen Bau der A 20 westlich der A 7. Schon aufgrund der immensen Kosten sei das „sehr unwahrscheinlich“. Gegen die geplante Trassenführung durch den Norden des Kreises Pinneberg spreche auch, dass große Teile der Hörnerau-Niederung schon vor Jahren als Airbus-Ausgleichsfläche nach Brüssel gemeldet worden seien. „Daraus sollte mal ein europäisches Vogelschutzgebiet werden“, so Nebelsieck. Somit dürfe es eigentlich nicht sein, dass genau durch dieses Areal nun die A 20 gebaut werden soll.

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