zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

20. August 2017 | 21:19 Uhr

„Eintagsfliegen“ bei Band-Contest

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Nach regelmäßigen Proben in der Rumflether Mühle: Wilsteraner Musiker wollen am Donnerstag Publikum in Hamburg begeistern

Sie hatten erst zwei Auftritte, scheinen aber schon Eindruck hinterlassen zu haben. Die Wilsteraner Band „Dayfly's Diary“ (Deutsch: „Tagebuch einer Eintagsfliege“ ) spielt nächsten Donnerstag beim „Oxmox“-Band-Contest in Hamburg.

Das Hervorstechen aus dem Auswahlverfahren ist für die Musiker ein erster größerer Erfolg, wurden sie doch als eine von 50 Formationen aus insgesamt 300 anderen Bands angenommen, die sich beworben hatten. „Wir sind unter dem besten Sechstel dabei“, so Sänger Florian. „Das macht uns schon stolz.“ Nun stehen sie bei dem Wettbewerb, der von Montag bis Freitag, 11. bis 15. April, im „Grünen Jäger“ am Pferdemarkt auf St. Pauli statt findet, auf der Bühne. Da spielen jeden Abend zehn Bands, so dass die Gesamtzahl der auftretenden Combos nach fünf Tagen erreicht ist.

Die Jungs aus Wilster sind am Donnerstag, 14. April, gleich als erste ab 19 Uhr an der Reihe (Einlass: 18.30 Uhr). Das Publikum kann dann nach ihrem 20-minütigen Auftritt seine Stimme abgeben. Florian Lindemann (Gesang, Gitarre), Christoph Martensen (Gitarre), Markus Riethmüller (Gitarre, Gesang), Wolfgang Steinhörster (Bass), Karsten Hagmayer (Schlagzeug) und Michael Gergert (Synthesizer, Keyboard) spielen psychedelischen Gitarrenrock mit langgezogenen Klangteppichen. Der Bandwettbewerb des größten Stadtmagazins im Norden ist ihnen ein gutes Vorbild, denn aus dem Contest sind schon Bands wie „Revolverheld“ und „Cucumber Men“ hervor gegangen. Die Band, die jeden Donnerstag in der Rumflether Mühle in Wilster probt, in die auch ihr Tonstudio integriert ist, stellt sich schon einmal in den Proben auf die Wettbewerbsbedingungen ein. So haben sie die drei Songs auf dem Demo, mit dem sie sich bewarben, dort aufgenommen.

Da sie ihr eigenes Schlagzeug aufgrund seiner Größe nicht auf der Wettbewerbs-Bühne aufbauen dürfen, weil diese zu kurze Ausmaße hat, sind an dem Abend nur ein eigener Hocker, die Fußmaschine und die Drum-Sticks am Schlagzeug erlaubt mitzubringen. „Becken und Trommeln bilden ein Standardset, das wir dort wie alle anderen Bands auch gestellt bekommen“, erzählt Drummer Karsten Hagmeyer. Um sich schon einmal daran zu gewöhnen, spielt er nun bei den Proben nur mit einem kleinen Schlagzeug. „Die anderen sagen, das ist super, aber ich finde immer noch etwas zu verbessern“, sagt er. Nun haben sie vor, mit ihren selbst geschriebenen Songs „It’s Over“, „Cant breathe anymore“ und „Bald“ drei Stücke zu spielen, da diese gemäß ihrer Musikrichtung, dem progressiven Psychedelic Rock, relativ lang sind. „Wir sind froh, dass wir dabei sind, wollen Erfahrungen sammeln und Kontakte knüpfen“, sagt Sänger Florian.

Die Sieger werden hinterher zu je 50 Prozent durch eine Jury und das Publikum ermittelt. Angewiesen sind sie deshalb auch auf ihre Fangemeinde, die vor Ort auch Stimmen für sie abgeben kann. „Wir hoffen auf viele Unterstützer hier aus der Gegend, obwohl es ein Wochentag ist“, sagt Sänger Florian Lindemann. „Aber da wir früh anfangen, könnten sie auch früh wieder los.“

Motiviert sind sie nicht nur wegen der Erfahrung, die sie da machen, auch die Preise können sich sehen lassen. So gibt es verschiedene Fördermaßnahmen für Bands zu gewinnen, etwa ein Coaching oder eine Live-Tour. Sollten sie in diesem Viertelfinale erfolgreich sein, so nehmen sie am Halbfinale im Juli teil. Ziel wäre dann das Finale im September in der Hamburger „Markthalle“.

zur Startseite

von
erstellt am 24.Mär.2016 | 14:47 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen