Hafensanierung : Einsturzgefahr an der Spundwand

Die neue Spundwand am Sperrwerk soll noch im Juli fertig werden. Bereits Anfang des Monats beginnt am Sperrwerk eine neue Baustelle. Dazu wird das Areal dann komplett eingezäunt.  Fotos: Reimers
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Die neue Spundwand am Sperrwerk soll noch im Juli fertig werden. Bereits Anfang des Monats beginnt am Sperrwerk eine neue Baustelle. Dazu wird das Areal dann komplett eingezäunt. Fotos: Reimers

Im Hafen in Glückstadt wird gebaut: Drei Projekte kosten insgesamt fast 1,4 Millionen Euro.

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26. Juni 2018, 04:40 Uhr

Der Bau der neuen Spundwand am Sperrwerk ist voll im Zeitplan. Ende Juli soll die Baumaßnahme beendet sein, sagt Dirk Brandenburg, zuständiger Ingenieur beim Amt für Küstenschutz . 450 000 Euro kostet das Projekt.

Brandenburg hätte auch gern das Teilstück vor dem Parkplatz mitgemacht. „Denn es besteht Einsturzgefahr“, erklärt Brandenburg. Doch dort sind die Stadtwerke als Hafenbetreiber zuständig, und ihnen hätte die Maßnahme nicht in den Zeitplan gepasst, erklärt der Ingenieur. Deshalb lässt Brandenburg zurzeit nur die neue Spundwand auf dem landeseigenen Areal vor dem Sperrwerk hochziehen.

Auch dort ist die Uferböschung einsturzgefährdet. „1997 hat die Stadt Glückstadt ein Gutachten erstellen lassen“, erklärt er zur Standsicherheit. Dieses Gutachten hätte gezeigt, dass spätestens in 20 Jahren saniert werden muss. „2016 haben ich deshalb den Grund von Tauchern untersuchen lassen“, so Brandenburg zur bisherigen Uferböschung.

Die neue Spundwand auf 24 Metern Länge ist das Resultat aus den Untersuchungen. „65 Tonnen Stahl verbauen wir hier“, erklärt er zu den 20 Meter langen Doppel-Bohlen, die tief in den Boden gerammt wurden. „Der Baugrund ist wie ein Pudding. Es ist eine Schicht aus Kleie, Torf, wieder Kleie, Torf und dann Torfsand. Und die Bohlen müssen in die Sandschicht.“

In dieser Woche wird die Rückverankerung für die Bohlen gesetzt. Durch das Erdreich hindurch werden auf 35 Metern Länge Ankerstäbe waagerecht festgemacht. Wenn das Bauwerk fertig ist, dann „ist es ausgelegt auf 50 Jahre“. Die ausführende Fachfirma Peters lobt er für diesen Spezial-Tiefbau. „Sie sind fachkundig, sie wissen, was sie tun.“

Eine andere Fachfirma, sie kommt aus Harrislee, wird ab Montag, 2. Juli, beginnen, das Sperrwerk zu sanieren. „Dazu wird der komplette Leitstand eingehaust“, erklärt Dirk Brandenburg. Die Kosten für diese Maßnahme werden dann 530 000 Euro betragen.

Und noch eine Großbaustelle wird es am Hafen geben: Für 400 000 Euro werden der Übergang Rethövel – dieser geht über den Rhin und das Schwarzwasser – saniert. Inbegriffen sind Rohre. „Die Sielrohre des Schwarzwassers haben Risse“, erklärt Brandenburg. Der Bereich wird ab dem 2. Juli auf nicht absehbare Zeit komplett für den Verkehr gesperrt.

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