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Norddeutsche Rundschau

18. August 2017 | 18:36 Uhr

Einstimmig für das HdJ

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Große Koalition kündigt „Ja“ an / Anbindung an Plantschbecken geplant

Das Haus der Jugend (HdJ) an der Grunerstraße wird gebaut. Und es soll mehr werden als ein HdJ, sondern in Verbindung mit dem Plantschbecken-Gelände „ein Erlebnisort für die Gemeinschaft, die Freizeit, die Bildung sowie ein identitätsstiftender Anziehungspunkt“. Darauf haben sich CDU und SPD festgelegt. Diesen Antrag wird die große Koalition heute in der Ratsversammlung durchsetzen.

Auf der Tagesordnung steht die Abstimmung über 750 000 Euro Mehrkosten für den Bau des HdJ, die Gesamtsumme steigt auf 3,8 Millionen Euro (wir berichteten). Lange rang die Politik darum – so entstand bei der großen Koalition das Gefühl, es gehe beim HdJ überhaupt nicht voran, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Ralph Busch. Den Bürgerentscheid, der das Alsen-Projekt kippte und das HdJ zurück an die Grunerstraße brachte, habe man akzeptieren müssen, sagt sein SPD-Kollege Sönke Doll. Seither habe sich die große Koalition herausgehalten und geschaut, was die anderen Fraktionen daraus machen. Doch die Kreativität erschöpfe sich in Vorhaltungen, „es wird Zeit, dass man eine klare Linie vorgibt“, so Doll. CDU und SPD hätten „fassungslos festgestellt, wie ideenlos agiert wurde“, sagt Busch. Sie selbst seien gemeinsam angetreten, um Entscheidungen zu treffen. Diese fiel in einer gemeinsamen Fraktionssitzung einstimmig: „Wir wollen das HdJ genau so bauen, wie es jetzt vorgestellt wurde“, sagt Doll.
Dabei müssten aber veränderte gesellschaftliche Zusammenhänge akzeptiert werden, wie sie etwa in der die Ganztagsschule Ausdruck finden. Die Jugend erhalte „exklusive Rechte“ in dem Haus, aber auch alle anderen Gruppen der Stadt von Senioren bis zu Vereinen sollten einbezogen werden. „Wir denken, dass da konzeptionell Einiges zu machen ist“, so Doll. Eben dieses Konzept soll die Verwaltung laut Antrag der Koalition mit den Nutzern erarbeiten und spätestens im November 2015 vorstellen – inklusive Personalbedarf.

Dabei wird das Plantschbecken einbezogen. Einen Vorschlag aus dem Rathaus, es mit einer Umgestaltung ans HdJ anzubinden, gab es bereits (wir berichteten). Die UWI beantragt heute, dafür schon jetzt 290 000 Euro bereitzustellen. Für die große Koalition ist das ein erster Vorschlag, weitere soll die Verwaltung im kommenden Jahr, möglicherweise auch mit Bürgerbeteiligung, erarbeiten. Ein „Park“, ein „attraktiver Treffpunkt“ für alle Bürger soll laut Antrag entstehen, manche Alsen-Idee könne sich dort wiederfinden, sagt Doll. Spätestens im Jahr 2016 soll das Gelände an das HdJ angebunden werden. Zudem soll geprüft werden, wie Parkplätze für die Nutzer geschaffen werden können, wenn das HdJ gebaut und die Adolf-Rohde-Straße beruhigt wird.

Das alles laufe zwar dem Ziel der Haushaltskonsolidierung entgegen, gibt Busch zu. Doch auch in diesem Bereich bleibe alles an der großen Koalition hängen, von den anderen komme nichts. Beim HdJ müsse es vorangehen: „Mit dem Rumgeeier müssen wir aufhören. Ich glaube, dass das Ruhe bringt, zielführend ist und genau dem Bürgerwillen entspricht.“

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Ratsversammlung: heute, 17 Uhr, Historisches Rathaus.


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erstellt am 05.Nov.2014 | 05:00 Uhr

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