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Norddeutsche Rundschau

24. September 2017 | 08:48 Uhr

Feuerwehr : Einsatzzentrale modernisiert

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das ist jetzt vorbei: Brunsbütteler Feuerwehr koordiniert Unwettereinsatz mit Block und Zettel. Inzwischen steht der Einsatzleitung moderne Technik zur Verfügung.

Insgesamt 381 Mal rückte die Gemeindefeuerwehr Brunsbüttel im vergangenen Jahr aus. Damit verzeichneten die 125 ehrenamtlichen Brandbekämpfer aus der Schleusenstadt 181 Einsätze mehr als noch im Vorjahr. Die Steigerung ist vor allem den Stürmen „Christian“ und „Xaver“ geschuldet.

Die Extremwetterlagen verlangten den Wehren einiges ab. „Wir hatten Glück, dass uns im Juni kurzfristig 130 zusätzliche Einsatzkräfte, die vom Hochwassereinsatz aus Sachsen zurückgekehrt waren, zur Verfügung standen“, hob Wehrführer Bernd Meier den glücklichen Zufall sowie den Ernst der damaligen Lage im Zuge der Hauptversammlung der Gemeindefeuerwehr in der Feuerwache Nord in der Kopernikusstraße hervor. An den Grenzen ihrer Belastungsfähigkeit arbeiteten nicht nur die Feuerwehrleute, die sich im Stadtgebiet um die Beseitigung der Sturmschäden kümmerten. Auch in der Einsatzzentrale in der Wache Nord stießen die ehrenamtlichen Helfer damals an ihr Limit.

Per Telefon, Fax und Funkmelder gingen im Sekundentakt Meldungen aus der Bevölkerung und über die Rettungsleitstelle über mehrere Hundert voll gelaufene Keller, umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer und andere Sturmschäden ein. „Mit Zettel und Stift wurde die Einsatzlage abgearbeitet, die Einsatzkräfte nach Dringlichkeit koordiniert“, so der stellvertretende Ortswehrführer Lars Kumbartzky. „Eine moderne EDV-Anlage mit entsprechender Software hätte uns die Arbeit deutlich erleichtert und die Kameraden entlastet.“

Die Notwendigkeit für eine Optimierung der Einsatzzentrale wurde auch von den politischen Gremien der Stadt erkannt. Sie gaben grünes Licht für die Anschaffung einer EDV-Anlage inklusive einer modernen Einsatzführungssoftware sowie für die Einrichtung von zwei Funk-Arbeitsplätzen und eines Lage- und Führungsraums. Dank des Engagements einiger Feuerwehrmitglieder, die die Umgestaltung in Eigenregie vornahmen und sich um die Beschaffung kostengünstiger Hard- als auch Software bemühten, lagen die Investitionskosten bei gerade einmal 3000 Euro. „Alleine für ein Computerprogramm, wie wir es nutzen, kann man schnell mal einen fünfstelligen Betrag loswerden“, erläuterte Kumbartzky. Die Feuertaufe erlebte die Zentrale beim Orkantief „Xaver“.

Für langjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr geehrt wurden vom Wehrvorstand: Martin Nolte (20 Jahre) und Karl-Heinz Perke (60 Jahre). Vom stellvertretenden Kreiswehrführer Klaus Vollmert befördert wurden Marc Schmidt zum Brandmeister sowie jeweils zum Hauptlöschmeister zwei Sterne: Hauke Mehlig, Martin Nolte, Sascha Schmidt und Dennis Klingbeil.

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