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Matjeswochen : Einsatzkräfte ziehen positive Bilanz

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gesamteinsatzleitung aus Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und Sanitätsdienst zufrieden mit dem Verlauf der Matjeswochen in Glückstadt.

Die aus Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr sowie Sanitätsdienst bestehende Gesamteinsatzleitung „Matjeswochen 2016“ hat am Ende des viertägigen Spektakels eine positive Bilanz gezogen. Zehntausende von Gästen haben zwischen Donnerstag und Sonntag das Fest besucht. Dabei sei es zu keinen besonderen Vorkommnissen für eine Veranstaltung der Größenordnung gekommen.

Nach Angaben von Polizeistationsleiter Michael Gohr mussten sich seine Leute in der Nacht zu Sonnabend zweimal um einen 17-jährigen betrunkenen Glückstädter kümmern. Der Jugendliche war der City-Streife gegen 4 Uhr aufgefallen, nachdem Polizisten ihn bereits vorher schon einmal zu Hause abgeliefert hatten. Zudem kam es in der Nacht zu Sonntag vor dem „Königs Keller“ Am Fleth zu einer Körperverletzung durch einen gezielten Faustschlag ins Gesicht.

Um 0.43 Uhr hielt die Besatzung einer Polizeistreife eine 25-jährige Radfahrerin aus dem Glückstädter Umland am Neuendeich an. Sie fiel den Beamten auf, da sie Schlangenlinien fuhr. Die junge Frau war mit 1,88 Promille im Blut unterwegs – der Grenzwert liegt bei 1,6 Promille. Als ob das nicht genug war, quittierte die Radlerin das darauf folgende Procedere der Beamten mit Widerstand und Beleidigung. Dabei trat sie eine Polizistin.

Am Sonntag um 2.16 Uhr gab es den nächsten Einsatz für die Beamten. Unbekannte hatten die Glas-Eingangstür einer Arztpraxis am Fleth eingetreten. Sie ging dabei zu Bruch. Polizei und Rettungsdienst rückten auch am Nachmittag aus. Am Herrendeich war ein 56-jähriger Pinneberger mit seinem Fahrrad gestürzt. Er war gemeinsam mit einer 30-köpfigen Gruppe auf dem Weg zur Matjesmeile. Er wurde mit einer Kopfverletzung ins Klinikum Elmshorn eingeliefert.

Die Feuerwehr-Einsatzbereitschaft rückte während der Matjesmeile zweimal aus, um Tragehilfen für den Rettungsdienst zu leisten. Zudem dichteten die Feuerwehrleute vier offene Fenster von Autos mit Folie ab.

Die DRK-Bereitschaft um Leiter Torben Mattson hatte an ihrem Standort vor der Stadtkirche nur einige kleinere Einsätze zu bewältigen. „Wie im vergangenen Jahr hat sich gezeigt, dass wir weiterhin im 24-Stunden-Betrieb bleiben sollten. Auch wenn es nur kleinere Blessuren waren, die wir nachts versorgen mussten“, sagt Mattson. Insgesamt seien die diesjährigen Matjeswochen die unruhigsten gewesen, die sie bis dato hatten. Drei Mal war der Rettungsdienst erforderlich. Die Sanitäter unterstützten als First-Responder den Rettungsdienst bei einigen Notfallerkrankungen. „Zwei Male wurden wir seitens der Rettungsleitstelle gebeten, die Erstversorgung von Patienten außerhalb der Veranstaltung zu übernehmen.“

Auch das Veranstaltungs-Verkehrskonzept habe sich erneut bewährt, teilen Polizei und Ordnungsamt mit. Obwohl vor der Stadt ausreichend Parkraum durch Verkehrshelfer angeboten wurde und Gäste für einen Euro mit Shuttlebussen zur Meile fahren konnten, versuchten zahlreiche Gäste, besonders dicht am Geschehen zu parken. 20 Falschparker mussten insbesondere von Busparkplätzen und Schwerbehindertenparkplätzen abgeschleppt werden. „Insgesamt herrschten aber in den nicht vom Matjesfieber betroffenen Innenstadtstraßen dank eingerichteter Zonenhaltverbote völlig unscheinbare Verkehrsverhältnisse ohne Parkchaos“, lautet das Resümee der Verantwortlichen. Entsprechend zügig gelangten First Responder der Feuerwehr sowie Rettungsdienst und Notarzt am Sonntagnachmittag zu einem Notfallpatienten in die Schlachterstraße.

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erstellt am 14.Jun.2016 | 17:37 Uhr

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