Feuerwehr : Einsatzbereit trotz Grippewelle

Sie waren im vergangenen Jahr besonders dienstbeflissen und wurden dafür auch belohnt: Kevin Bublitz, Matthias Butz, Pascal Rieper, Jesse Malinowski (v. l.) mit Jugendwartin Veronika Westphal.
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Sie waren im vergangenen Jahr besonders dienstbeflissen und wurden dafür auch belohnt: Kevin Bublitz, Matthias Butz, Pascal Rieper, Jesse Malinowski (v. l.) mit Jugendwartin Veronika Westphal.

Jugendwehr Glückstadt absolvierte Jahresversammlung mit letztem Aufgebot . Ein Mitglied kam sogar ein seinem Geburtstag.

shz.de von
12. Februar 2018, 05:43 Uhr

Hinter dem Glückstädter Feuerwehrnachwuchs liegen zwölf lehrreiche und spaßige Monate. Daran erinnerte Jugendgruppenleiter Matthias Butz jetzt auf der Jahresversammlung. So waren die zurzeit 28 Mitglieder der Jugendfeuerwehr 2017 insgesamt 6650 Stunden im Einsatz. Dabei machten die 14tägigen Dienstabende noch nicht einmal das Gros aus. Unter die geleisteten Stunden fallen auch die alljährliche Tannenbaumaktion oder beispielsweise eine praktische Unterweisung in „Technischer Hilfe“, wo die die zehn- bis 17-Jährigen mit der Einsatzabteilung den Umgang mit Rettungsschere und Spreizer übten. „Wir haben viel miteinander erlebt und viel dazugelernt“, stellte Matthias Butz vor zahlreichen Gästen, darunter die 1. Stadträtin Meike Sierck und Kreisjugendfeuerwehrwart Olaf Nagel fest.

Dagegen trat die Jugendfeuerwehr Sonnabendnachmittag in schwacher Besetzung auf. Grund: Mehr als zehn Mitglieder lagen mit Grippe flach. Trotzdem konnte der Tagesordnungspunkt „Wahlen“ weitestgehend abgearbeitet werden. Lediglich der Posten des Kassenwartes blieb erst einmal vakant.

Neuer Jugendgruppenleiter wurde mit 13 Ja-Stimmen Janus Steffens. Ihm zur Seite stehen die drei Gruppenführer Felix Ellerbrock, Kjell Steiner und Lukas Proft. Der Schriftführer heißt Berke Hekim. Einen breiten Rahmen nahmen dann die Ehrungen und Verabschiedungen ein. So erhielten Lorenz Bätjer, Daniel Blucha, Matthias Butz, Henri Nowacki und Victoria Westphal aus den Händen des Kreisjugendfeuerwehrwartes ihre Urkunde für eine erfolgreiche Ablegung der „Jugendflamme 3“. Bei der dreistufigen Jugendflamme handele es sich nicht um einen Wettbewerb, sondern um eine Ausbildungsunterstützung innerhalb der Jugendarbeit, betonte Nagel.

Für die beste Dienstbeteiligung im abgelaufenen Jahr zeichnete Jugendwartin Veronika Westphal anschließend Matthias Butz, Nick Schönbeck und Kevin Bublitz aus. Für die höchste Stundenleistung wurden Matthias Butz, Jesse Malinowski und Pascal Rieper mit einem „Glückstaler“ geehrt.

„Schön, dass Ihr da ward und ich bin traurig, dass Ihr jetzt geht“, meinte Westphal bei der Verabschiedung von Daniel Blucha, Matthias Butz, Henri Nowacki und Victoria Westphal.

Alle Vier sind inzwischen 18 Jahre alt und wechseln jetzt in die Einsatzabteilung der Glückstädter Feuerwehr. Dem Quartett folgt in Kürze noch Lorenz Bätjer. Zur Erinnerung an ihre Jugendfeuerwehrzeit überreichte Veronika den Jung-Erwachsenen eine externe Festplatte mit Jugendfeuerwehrfotos des Jahres.

In ihrem Grußwort sagte Meike Sierck als Vertreterin der verhinderten Bürgermeisterin Manja Biel unter anderem mit Blick auf den vakanten Kassenwartposten, dass „Kassenwart nicht weh tue“. „Ich bin’s auch bei den Schützen“.

Der stellvertretende Wehrführer der Blomeschen Wildnis, Jan Päper, zeigte sich begeistert darüber, dass ein Jugendlicher trotz seines Geburtstages zur Hauptversammlung gekommen war. „Wenn man sieht, dass Ihr sogar Euren Geburtstag bei der Feuerwehr verbringt, ist das schon eine tolle Sache.“

Wehrführer Ties Tießen freute sich, dass durch vier Übertritte der Bestand in der Einsatzabteilung weiterhin gesichert sei. „Wir zählen auf Euch!“ Tießen lobte gleichzeitig aber auch das Engagement der Jugendfeuerwehr-Ausbilder und der Jugendwartin.

Olaf Nagel überbrachte nicht nur die Grüße der übrigen 24 Jugendfeuerwehren im Kreis Steinburg, sondern warb auch für das Ehrenamt erwachsener Feuerwehrleute in der Jugendarbeit. So werden demnächst vier Posten im Kreisjugendfeuerwehr-Ausschuss vakant, darunter der des Kreisjugendfeuerwartes.

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