Kindergärten : Einigung: Kita-Verträge unterschriftsreif

Pastor Stefan Egenberger und Kitaleiterin Anke Marstaller.
Pastor Stefan Egenberger und Kitaleiterin Anke Marstaller.

Stadt Glückstadt und Kirche arbeiten an einem Kompromiss über Verträge.

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23. November 2013, 08:30 Uhr

Für die sieben Glückstädter Kindergärten sind nach langen Beratungen und Verhandlungen neue Verträge mit der Stadt in Sicht. Jetzt einigte sich eine Arbeitsgruppe aus Mitarbeiterinnen der Kitas, Elternvertretern, Politikern sowie Vertretern aus Verwaltung und Kirche auf einen Kompromiss. Mit einer Unterzeichnung der Verträge rechnen alle Beteiligten noch vor Ende des Jahres.

Die Verhandlungen hatten sich zuletzt in die Länge gezogen, weil die Kirche – Träger von vier Kindergärten in der Stadt – einen Vorschlag der Kommune nicht akzeptieren wollte. Über den Vorschlag sei nicht verhandelt worden und er enthalte versteckte Kürzungen, lautete der Vorwurf (wir berichteten). Kern des Entwurfs war ein völlig neues Personalbemessungssystem. Unterm Strich beinhaltet es eine Kürzung der Personalkosten.

An der Personalbemessung an sich ändert sich auch in Zukunft nichts. Allerdings wurden nach den Gesprächen in der Arbeitsgruppe einige Zugeständnisse von der Stadt gemacht. „Wir werden einrichtungsbezogene Sonderbedarfe berücksichtigen“, erklärt Angelika Tesch aus dem Rathaus. So werde etwa für kurze Regelgruppen, wie in der Kita „Bole“, eine verhältnismäßig längere Vorbereitungszeit eingeräumt. Für den Mittagstisch kann zum Beispiel in der Kita „Burggraben“ zusätzliches Personal eingestellt werden. Und für die Mitarbeiter, die von Änderungen betroffen sind, werden Übergangsregelungen getroffen. „Das ist eine Basis, mit der beide Seiten leben können“, kommentierte Pastor Stefan Egenberger den Kompromiss.

Weiter ungeklärt bleibt die Frage, wer in Zukunft die Verwaltung der kirchlichen Kindergärten übernimmt. Die Gemeinde hatte geplant, diese Aufgabe an den Kita-Verband des Kirchenkreises abzugeben. Die dafür veranschlagten höheren Kosten stießen jedoch bei den Stadtvertretern auf Ablehnung. Zuletzt war bereits im Gespräch, dass die Stadt die Verwaltung selbst in die Hand nehmen könne. Pastor Egenberger hält diese Lösung jedoch für „schwerlich machbar“. „Wir sind dabei zu schauen, welche Möglichkeiten es gibt“, sagte der kirchliche Vertreter gegenüber unserer Zeitung. Die Gemeinde könne die Aufgabe jedenfalls nicht weiter stemmen. Die Verantwortung für 180 Kinder, 30 Mitarbeiter und einen Etat von rund 1,2 Millionen Euro komme faktisch der Führung eines mittelständischen Unternehmens gleich.

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