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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 18:46 Uhr

Eingeweiht - nach zwei Jahren

vom

Mit viel Verspätung wurde der Raa-Besenbeker Windpark eingeweiht / Projekt bringt Geld in die Gemeinde

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Raa-Besenbek | Die ersten Raa-Besenbeker Windkraftanlagen wurden 1999 und 2001 in Betrieb genommen. Ende 2011 kamen vier neue Windräder hinzu. Eine offizielle Einweihung der neuen Windkrafträder gab es bisher nicht - das wurde jetzt geändert.

Eigentlich war die Einweihung der neuen Windräder bereits im Oktober 2011 geplant. "Leider verzögerte sich die Übergabe und die Windräder gingen erst im November 2011 an den Start", berichtet Hans-Hermann Magens, der Geschäftsführer des Windparks, "für eine Einweihungsfeier war uns das zu kalt und zu nass." Doch auch der neue Termin im Mai 2012 platzte. "Merkwürdigerweise bekamen wir ein gutes halbes Jahr kein Geld für den eingespeisten Strom. Also hatten wir kein Geld für eine Party", so Magens. Wieder wurde die Feier verschoben. "Jetzt haben wir uns kurzfristig überlegt, die Einweihung auf die Beine zu stellen", sagte Magens.

Magens ließ noch einmal kurz die Entstehung des zweiten Bürgerwindparks Revue passieren. 2008 wurde die Raa-Besenbeker Gemeindevertretung erstmalig über die Pläne für den zweiten Bürgerwindpark informiert und sprach sich mehrheitlich für die Weiterentwicklung der Pläne aus. Dem folgte die Änderung des Flächennutzungsplans, im September 2010 konnte schließlich der Bauantrag gestellt werden.

Im Juli 2011 erfolgten die Vorarbeiten für den Bau des Windparks, im September wurden die vier Windräder aufgestellt, die schließlich im November in Betrieb genommen wurden.

Die Türme der Anlagen sind 80 Meter hoch, hinzu kommen die Rotoren. Die Windräder haben eine Gesamthöhe von 126 Metern. Hinter diesen vier Windrädern steckt ein Investitionsvolumen von 10,6 Millionen Euro von der Planung bis zur Fertigstellung. Investoren sind Raa-Besenbeker Einwohner, die sich zu einer Kommanditgesellschaft zusammengeschlossen haben. Magens wies kurz auf die zahlreichen kostenintensiven Gutachten hin, die für das Genehmigungsverfahren erforderlich waren.

Der Windpark-Geschäftsführer berichtete, dass die Windräder 20 Millionen Kilowattstunden Strom lieferten. Damit können 5000 Haushalte versorgt werden.

Magens machte abschließend deutlich, dass durch die Pacht für das Grundstück, auf dem der Windpark steht, Geld in der Gemeinde bliebe. Das gelte sowohl für die Gewerbesteuer, als auch für die Versteuerung der Gewinne aus dem Windpark. Das sei positiv für Raa-Besenbek, eine Gemeinde, die keine Industrieansiedlungen und kaum Gewerbebetriebe im Dorf hätte.

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