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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 17:42 Uhr

Berufsorientierung : Einfühlsame Macher

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Tagesablauf eines Krankenpflegers

shz.de von
erstellt am 28.Nov.2014 | 09:37 Uhr

Der Tagesablauf eines Krankenpflegers kann je nach Schicht ganz unterschiedlich aussehen. Morgens hilft er Patienten bei der Körperpflege und macht die Betten. Im Laufe des Tages misst er Blutdruck und Puls. Und später begleitet er Patienten zu Untersuchungen. Für diese Arbeit ist neben Fachwissen eine Menge Fingerspitzengefühl nötig, denn Krankenpfleger sind für die eigenverantwortliche Planung, Organisation sowie Durchführung der Pflege und deren Dokumentation zuständig.

Um Krankenpfleger zu werden, muss man sich bei den Schulen der Krankenhäuser bewerben. Alternativ bietet sich ein duales Studium an. Dabei wird die Ausbildung zum Krankenpfleger mit einem Bachelorstudium kombiniert. Gelernt und geübt wird parallel in der Krankenpflegeschule, der Hochschule und im Krankenhaus.

Meist wird ein guter Realschulabschluss vorausgesetzt. Seit einiger Zeit reicht im Prinzip zwar eine zehnjährige allgemeine Schulbildung, um Krankenpfleger werden zu können. Damit können sich auch Hauptschulabsolventen um einen Ausbildungsplatz bewerben. Der theoretische Anteil an der Ausbildung ist aber hoch. Die dreijährige Ausbildung beinhaltet rund 2 100 Theoriestunden.

Fachwissen ist aber nicht alles in dem Beruf - Krankenpfleger müssen vor allem gut mit Menschen umgehen können. Es ist wichtig, mit den Patienten zu kommunizieren und dabei Rücksicht zu nehmen auf ihr Alter, ihre Krankheit oder ihren kulturellen Hintergrund. Eine gesunde Portion Sozialkompetenz sollte man von Anfang an mitbringen. Außerdem müssen Krankenpfleger gut im Team arbeiten können und Organisationstalent haben. In der Ausbildung wechseln angehende Krankenpfleger alle paar Wochen in eine andere Station und lernen so alle Bereiche eines Krankenhauses kennen.

Krankenpfleger können sich nach ihrer Ausbildung spezialisieren und sich zur Fachkraft etwa für Anästhesie, Psychiatrie oder Onkologie weiterbilden. Parallel dazu können sie an ihrer Karriere arbeiten und nach ihrer Ausbildung etwa Pflegepädagogik studieren. Dann bilden sie später selbst Krankenpfleger aus. Wollen sie lieber im Management arbeiten, steht ihnen der Weg etwa als Stationsleiter oder als Pflegedienstleiter offen.

Berit Waschatz

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