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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 21:07 Uhr

Einfach mal gut sein lassen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Frauenwerk des Kirchenkreises lädt ein zum Frühstück mit dem Thema „Das perfekte Ich – oder gut genug?“

von
erstellt am 14.Feb.2014 | 05:00 Uhr

Im Büro stapeln sich auf dem Schreibtisch die unbearbeiteten Aktenberge, die Kinder müssen von der Schule abgeholt, bekocht und zum Musikunterricht gefahren werden, die Eltern klagen über mangelnde Besuche, die beste Freundin möchte mal wieder gemütlich Kaffee trinken, abends steht eine Sitzung des Fördervereins an – außerdem wartet noch ein Berg Bügelwäsche. Und zum Sport müsste man eigentlich auch endlich mal wieder! Beruf, Familie, Haushalt, Ehrenamt – es sind viele Pflichten, die insbesondere Frauen unter einen Hut bekommen müssen. „Das alles zusammen ist wahnsinnig viel“, weiß Pastorin Maren Schlotfeldt vom Frauenwerk des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf. Und oft setzen sie sich selbst unter Druck, wollen möglichst perfekt sein.

Täte es nicht gut, wenn da mal jemand sagen würde: „Lass gut sein! Gönn’ dir mal eine Pause, du bist gut genug!“? Das übernimmt Maren Schlotfeldt am Sonnabend, 22. Februar, im „himmel + erde“. Beim Auftakt der Reihe „Frühstück und mehr“, die künftig zweimal im Jahr stattfinden soll, geht es um das Thema „Perfekt oder gut genug? Mehr Gelassenheit – aber woher nehmen?“.

In Frauenzeitschriften sei der Stress durch die vielfältigen Pflichten und den Druck der eigenen und fremden Erwartungen immer wieder Thema, weiß die Pastorin. Dass ebenso oft auch die Gegenseite behandelt werde – sich selbst mal etwas Gutes zu tun, eine Auszeit zu gönnen, „runter zu kommen“ –, zeige schon den Zwiespalt. „Je mehr ich selbst unter Druck stehe, desto weniger kann ich gelassen sein“, weiß Schlotfeldt. Eine Strategie, um das Hamsterrad zu verlassen, sei: „Alles nicht mehr perfekt machen zu wollen“, auch mal zu delegieren oder gar „Nein“ zu sagen. Statt „jeden Tag ein bisschen besser“ sein zu wollen, solle man lieber anstreben, „jeden Tag ein bisschen zufriedener zu sein mit dem, was man hat“ und sich mit einem „gütigen Blick“ anzuschauen, mit sich selbst gnädig zu sein.

Doch das sei gar nicht so einfach – denn auch diese positive Beschränkung koste Kraft. Die Grundlage dafür erhalte man, wenn man sich angenommen fühle mit den Stärken und Grenzen, die man hat – sowohl von Menschen, die einem nahe stehen, als auch von Gott. Die Besinnung auf den Glauben könne helfen: „Gott weiß, dass wir begrenzt sind und dass es gut ist, was wir schaffen können.“ Er nehme jeden Menschen an, wie er ist – ohne, dass er verlange, dass jeder immer noch mehr machen muss.

Über diese Gedanken wird Maren Schlotfeldt am 22. Februar nach dem gemeinsamen Frühstück kurz sprechen und einige Impulse geben – sie sollen als Anreiz für Gespräche untereinander dienen. Und damit auch diese ganz ohne Erwartungsdruck und Stress ablaufen können, ist für Kinderbetreuung gesorgt.


> Um Anmeldung wird gebeten unter 04101/378795 oder frauenwerk@kk-rm.de. Kostenbeitrag: 5 Euro.

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