Fußballmaskerade : Eine Zeltstadt für 6000 Narren

Sebastian Dethlefs und Mathes Ledtje (r.) haben alle Hände voll zu tun: Die Absperrgitter werden vor den Bühnen aufgebaut.
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Sebastian Dethlefs und Mathes Ledtje (r.) haben alle Hände voll zu tun: Die Absperrgitter werden vor den Bühnen aufgebaut.

Die Vorbereitungen für die Fußballermaskerade des SV Alemannia am Sonnabend sind fast abgeschlossen.

shz.de von
02. Februar 2018, 05:00 Uhr

Jedes Jahr eine neue Herausforderung: Waren es schon Schneesturm und Eiszeit, klirrende Kälte und mildes Herbstwetter, so machen in diesem Jahr Dauerregen und Sturm den Aufbauern für die „Fubama“ zu schaffen, die am Wochenende wieder in Wilster die Narren loslassen will. Organisator Sebastian Dethlefs, 2. Vorsitzender des SV Alemannia Wilster, schildert: „Da kamen richtige Wasserfälle herunter“, was den Aufbauhelfern die Arbeit erschwerte.

Aber trotz des eigenwilligen Wetters in Norddeutschland sind die Helfer optimistisch, dass sie bis Sonnabend wieder alles geschafft haben werden, zumal es Mitte der Woche zeitweise aufklarte. Wie in jedem Jahr war der Aufbau auch dieses Mal wieder eine logistische Herausforderung, die zehn Tage vor dem Event auf dem Colosseumsplatz begann.

Innerhalb weniger Tage entstand dort einmal mehr auf 4000 Quadratmetern überdachter Fläche die bereits bekannte riesige Zeltstadt, die am Sonnabend von mehr als 6000 Jecken und Narren mit Leben gefüllt wird. Die Zelte wurden direkt an das „Coloseum“ angebaut, darunter ein Garderoben- und WC-Zelt, vier Party-Zelte für die großen Bühnen, ein Durchgangs- und ein Essenszelt. Der Verleiher hat diese – schön säuberlich auf Zugmaschinen und 20-Tonner-Sattelaufliegern verpackt – zehn Tage vorher in etwa 15 Lkw-Lieferungen vorgefahren, die Zelte mit Kränen hochgezogen.

Etwa 25 Helfer des gastgebenden SVA stellten die etwa 250 Meter lange Zaunanlage aus 200 Einzelelementen auf dem Gelände auf. „Das haben wir wieder mit vereinten Kräften in zwei Stunden geschafft“, freute sich Sebastian Dethlefs. „Sie standen am Sonntagabend.“

Auf die aus den Vorjahren bekannte Dekoration mit farbigen Stoffbahnen unter der Zeltdecke verzichten sie in diesem Jahr. „Wir arbeiten dafür verstärkter mit Lichteffekten“, so Vorstandsmitglied Mathes Ledtje. Die Energieversorgung folgte ab Montag: „Wir haben wieder viele hundert Meter Kabel verlegt und die Verteilerkästen installiert“, so Sebastian Dethlefs. Einen Tag später begann der Tresenaufbau, und es wurden die Heizungsanlagen und Toiletten aufgestellt. Am Folgetag wurden das „Standesamt“ und der „Kussgang“ im „Colosseum“ eingerichtet, dann die Ton-, Video- und Lichtanlage in den Zelten installiert. „Die Essecke bestücken wir mit Crêpes-, Pizza-, Hot Dog- und Pommes-Bude“, so Sebastian Dethlefs. Da sie aus den Vorjahren bereits einige Routine entwickelt haben, konnte all dies innerhalb von etwas mehr als einer Woche erledigt werden.

Das gesamte Gelände wird nun ab Sonnabend um 15 Uhr gesperrt. „Zugang gibt es dann nur noch mit Eintrittskarte.“ Wie in den vergangenen Jahren sei der Vorverkauf (Ticket: 22 Euro) auch dieses Mal recht gut verlaufen. Er reicht aber noch für Kurzentschlossene bis zum Sonnabend Mittag an den bekannten Vorverkaufsstellen. Für ganz Kurzentschlossene gibt es an der Abendkasse ab 18 Uhr noch Restkarten (26 Euro).

Der Eintritt öffnet ab 19 Uhr, bevor es um 20 Uhr zum „Einmarsch der Masken“ sowie zur offiziellen Eröffnung der „Fubama“ mit dem Vorsitzenden Hendrik Gertz kommt und Knud Jüstel wieder die allseits beliebte „Kussfreiheit“ ausruft.

Der aus den vergangenen Jahren bewährte Bus-Shuttle bringt die Feiernden wieder heil hin und zurück (Fahrpläne unter www.fubama.de). Auch wenn es am Wochenende wieder etwas kälter werden soll, ist den Organisatoren nicht bange. „Wir haben schon die halbe Miete geschafft, und den Rest schaffen wir auch noch“, so Sebastian Dethlefs. „Dann wird es wieder eine schöne Party.“

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