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Norddeutsche Rundschau

25. November 2017 | 06:28 Uhr

Eine Woche voller Respekt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Schülerreporter aus Wrist beleuchten besonderes Projekt an ihrer Grundschule

shz.de von
erstellt am 19.Mai.2016 | 15:54 Uhr

Vor kurzem fand an unserer Schule die Woche des Respekts statt. Volker Spönemann ist der Schulleiter der Grundschule Wrist, wir haben ihn folgendes gefragt:
Haben sich die Kinder in der Schule netter verhalten?
Volker Spönemann: Ich glaube, dass die Kinder ein Gefühl dafür haben, andere Leute zu achten. Ich hoffe, dass sich daraus längerfristig ein größerer Respekt untereinander entwickelt.
Haben die Kinder diese Woche ernst genommen?
Die meisten Kinder verstehen, worum es geht. Sie haben schon jetzt ein sicheres Gefühl dafür, dass man andere achten sollte.
Haben Sie bemerkt, dass die Schüler netter zu den Lehrern waren?
Zu mir sind die meisten Schüler nett. Bei den anderen Lehrern müsste ich nachfragen.
Was wollen Sie mit dem Projekt erreichen?
Wir wollen, dass das Thema Achtung und Respekt ins Bewusstsein unserer Schüler und Schülerinnen tritt und wir wollen Wege zeigen, wie es gelingen kann.
War die Woche des Respekts Ihre Idee?
Nein, es war eine gemeinsame Idee aller Lehrerinnen und Lehrer.


Die Kinder der Klasse 1 (Elefantengruppe) haben gelernt, „Entschuldigung“ zu sagen, wenn sie jemanden aus Versehen anrempeln, und sie haben besprochen „Danke“ und „Bitte“ zu benutzen. Sie meinten, dass sie in dieser Woche höflicher und rücksichtsvoller miteinander waren.

Der Bärengruppe der Klasse 1 hat die Respektwoche gut gefallen, weil sie alle nett zueinander waren. Auch sie haben in der Respektwoche gelernt, dass es wichtig ist „Bitte“ und „Danke“ zu sagen und sie haben anderen Kindern geholfen.

In der Respektwoche hat die Klasse 2a ein Respektheft bekommen und darin gearbeitet. Die Kinder haben einen Garten der Freundlichkeit gebastelt und in der Pausenhalle aufgehängt. Dann haben sie noch ein Frühstücksbuffet gemacht. Sie sollten lernen, wie ein Tisch gedeckt sein könnte. Sie haben Tischmanieren besprochen und beachtet. So haben sie mit dem Essen gewartet, bis alle am Tisch saßen. Sie haben dem Besuch etwas angeboten, sich gegenseitig das Essen gereicht, nicht über den Tisch gegriffen, keine lauten Gespräche geführt und sind auch nicht herumgelaufen beim Essen.

Die Kinder der Klasse 2b bewerteten die Woche des Respekts mit „gut“, weil es kein Gedrängel gab, alle sich sehr gut verstanden haben und es dadurch weniger Streit gab. Es hat sich etwas positiv verändert, weil es Momente gab, in denen viele Kinder netter zueinander waren, und außerdem wurde viel leiser gearbeitet. Die Respektkarten fanden die Kinder auch cool. Das sind Karten, auf denen eine Pflicht steht, die nett ist. Jeden Tag musste man eine erfüllen. Diese Woche hat das Verhalten verändert, denn die Kinder helfen anderen und achten auf Kinder, die ausgeschlossen werden. Wenn jemandem etwas nicht gefällt, dann sagt er es und zeigt nicht einfach den Mittelfinger.

Im Interview mit der 3. Klasse erfuhren wir, dass sich in der Sportstunde alle respektvoll und fair verhalten mussten, sonst durften sie nicht mitmachen beim Ringen und Raufen. Sie haben im Klassenunterricht gerade gesessen und wer etwas sagte, musste aufstehen. So war es früher in der Schule. Auf dem Pausenhof gab es neue Hüpfspiele. Die Schüler haben sich gut gefühlt, weil alle auf dem Pausenhof nett waren. Sie haben sich in dieser Woche respektvoll benommen und haben anderen geholfen. Es hat ihnen nicht gefallen, dass auch in dieser Woche wenige nicht respektvoll waren und geärgert haben.

Die Kinder der Klasse 4b haben nette und respektvolle Wörter sortiert, Rollenspiele gespielt und gutes Benehmen geübt. Die Hälfte der Klasse war sicher, dass sie sich stets respektvoll gegenüber Mitschülern und Lehrkräften verhalten haben. Wir, die Kinder der Klasse 4a, haben Begrüßungs- und Abschiedswörter gesucht, Verhalten bei den Mahlzeiten besprochen, überlegt, wie gutes Benehmen auf andere Menschen wirkt und was man damit erreichen kann. Außerdem haben wir für die Sprichwörter „Was du nicht willst, was man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu“ und „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus“ Beispiele aus dem Alltag aufgeschrieben und auf Plakaten festgehalten.

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