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Neubürger-Empfang : Eine Stadt zum Wohlfühlen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die zugezogenen Bürger der Stadt sind begeistert von ihrer neuen Heimat. Beim Empfang im Ständesaal ist fast nur Lob zu hören.

Von Karl dem Großen bis zur Sanierung der Neustadt – im Schnelldurchlauf führte Bürgervorsteher Heinz Köhnke gestern beim Neubürger-Empfang durch Itzehoes Vergangenheit: „Es ist eine Stadt mit einer langen Geschichte, die auch heute noch viel zu bieten hat.“ Das zeigte auch die Schar der Vertreter aus Vereinen und Institutionen, die für Fragen bereit standen – von der Volkshochschule über die Feuerwehr bis zur Projektwerkstatt Inklusion.

Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen beschrieb den Neu-Itzehoern die guten Seiten der Stadt, die bei allen schlechten Nachrichten nicht vergessen werden dürften: erfolgreiche Unternehmen, die teilweise weltweit Marktführer sind, Innovationsraum, Bildung, Klinikum, Sport, Kindergartenplätze, Kultur und schöne Veranstaltungen. „Man muss nicht immer nach Hamburg fahren!“

Das finden auch Frank-Michael Markull (55) und seine Frau Ursula (60). Ursprünglich aus Pinneberg, lebte das Ehepaar erst in Hohenlockstedt, seit April nun in der Reichenstraße. „Die lange Fußgängerzone, das Holstein-Center“, zählt der 55-Jährige Pluspunkte der Stadt auf. „Man erreicht alles zu Fuß, kann das Auto stehen lassen.“ Seine Frau hat das Gefühl, „dass wir schon seit Jahren hier leben“. Inzwischen wurde sogar Ingelore Markull (80) in die neue Heimat geholt und fühlt sich im betreuten Wohnen in der Helenenstraße gut aufgehoben.

Aus Winterberg im Sauerland sind Anton (79) und Christine Strüder (75) im April nach Itzehoe gezogen. Ihre Tochter lebt in Elmshorn, im Alter wollten sie in der Nähe sein. „Aber in Elmshorn haben wir keine schöne Wohnung gefunden“, erzählt Christine Strüder. So landeten sie in Itzehoe. „Wir haben es keine Sekunde bereut“, sagt Anton Strüder. „Itzehoe ist viel schöner als Elmshorn. Wir haben uns hier sofort wohl gefühlt.“ Insbesondere das Theater begeistert die beiden Opernfreunde. „Wir hätten nicht für möglich gehalten, dass es hier so ein Theater gibt!“

Angetan von dem, was Itzehoe bietet, ist auch Manizheh Arwishi, die mit ihrem Mann Abdoltajedini Farshad und ihrer viereinhalbjährigen Tochter beim Empfang war. Seit Januar 2013 leben die Asylbewerber aus dem Iran in der Stadt. „Itzehoe ist klein, aber hat viele Möglichkeiten“, sagt sie. Ihr Mann dagegen antwortet auf die Frage, ob ihm Itzehoe gefällt: „Ein bisschen ja, ein bisschen nein.“ Das Nein liegt vor allem daran, dass es sonntags keine Busverbindung aus Edendorf in die Innenstadt gibt – und dass es „oft schmutzig ist“.

Für die iranische Familie und die vielen weiteren Besucher mit Migrationshintergrund hätte sich Neubürgerin Christiane Srugies, im März aus Eckernförde nach Itzehoe gezogen, Übersetzer gewünscht: „Da fängt Inklusion an.“

Nur der kleinen Ida war das alles völlig egal. Mit ihrem halben Jahr war sie die jüngste Neubürgerin beim Empfang – und verschlief die Reden auf dem Arm ihrer Mama Hilke Jeppe. Macht aber nichts, denn über die Vorzüge der Stadt aufklären kann sie auch ihr Vater Thomas Jeppe – der ist nämlich Ratsherr.


> Eine kostenlose Stadtführung für Neubürger findet Sonnabend, 15. März, 14 Uhr, statt. Anmeldung unter 04821/603213.

 

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erstellt am 17.Feb.2014 | 16:45 Uhr

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