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Wohnprojekt in Hohenlockstedt : Eine Residenz für Senioren

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Eine Wohnanlage im Park: Das wünschen sich Elke Krause sowie Tochter und Schwiegersohn Sybille und Harald Zywietz auf ihrem Grundstück in Lohbarbek.

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erstellt am 24.Okt.2017 | 11:00 Uhr

Eine Senioren-Residenz nur wenige Meter vom Hohenlockstedter Ortszentrum entfernt? Mit kurzen Wegen zu Ärzten und Geschäften? Diesen Traum hat Elke Krause (83). Verwirklichen will ihn ihr Schwiegersohn Harald Zywietz. Erste Kontakte sind geknüpft, Vorgespräche wurden geführt und ein Planer hat Entwürfe vorgelegt und will das Gelände später vermarkten. Bevor es weitergeht, ist jetzt die Politik am Zug. Denn das Gelände kann nur in Zusammenarbeit der beiden Gemeinden Hohenlockstedt und Lohbarbek entwickelt werden. Doch Harald Zywietz ist guten Mutes. Er glaubt an das Konzept und möchte davon auch die Ortspolitik überzeugen. „Das kann ein Leuchtturmprojekt für die Region um Hohenlockstedt werden.“

Bei dem Gebiet von Elke Krause handelt es sich um 10  000 Quadratmeter, die hinter der Bebauung in der Kieler Straße (Hohenlockstedt) und dem Lohbarbeker Weg (Lohbarbek) liegen. „Statt eines Neubaugebietes wünsche ich mir dort eine Senioren-Residenz, eingebettet in einem Park, eventuell auch mit einem Ärztehaus“, sagt die 83-Jährige. Die Lage sei ideal für ältere Menschen, das Hohenlockstedter Ortszentrum sei fußläufig zu erreichen.

In die Hand genommen hat das Projekt ihr Schwiegersohn, der mit einem Planungsbüro zusammenarbeitet. Die ersten Entwürfe sehen auf dem Gelände fünf Gebäude mit jeweils zehn Wohneinheiten für Senioren vor, auch ein Ärztehaus hat Platz auf dem Gelände. Die Zufahrt würde über den Lohbarbeker Weg führen, hier habe die Familie noch ein unbebautes Grundstück, so Zywietz. Und die Planer hätten selbst Interesse daran, das Projekt später weiter zu entwickeln. Aufgrund der Bäume auf dem Gelände habe er auch bereits bei der Forstbehörde vorgefühlt, dort gebe es keine Einwände bei gleichzeitiger Ersatzaufforstung.

Zywietz sieht die Senioren-Residenz als soziales Projekt seiner Schwiegermutter, nicht als „Gier-Projekt“. Das Grundstück gehöre neben Elke Krause einer weiteren Besitzerin, die heute in Berlin lebe und die Pläne voll unterstütze. „Wir wollen etwas für den Ort und die Senioren tun“, betont Zywietz. Eine Senioren-Residenz würde die soziale und ökonomische Stabilität der beiden Gemeinden sichern. Für ihn gibt es nur Gewinner: Ein selbstbestimmtes Leben in einer angenehmen Ambiente für Senioren in unmittelbarer Ortsnähe, die noch nicht in einem Seniorenheim leben möchten, neue Arbeitsplätze und höhere Steuereinnahmen für Lohbarbek und Hohenlockstedt.

Wenn das Projekt realisiert werden soll, müssen beide Gemeinde gemeinsam eine Lösung finden. Denn das Gelände liegt zwar auf Lohbarbeker Gemeindegebiet, die Kommune darf sich jedoch nicht erweitern, weil Lohbarbek die vom Land zugestandenen Wohnkontingente ausgeschöpft hat. Dies Problem gilt auch für das an Krause angrenzende Gebiet, auf dem Einfamilienhäuser gebaut werden könnten (wir berichteten). Hier kommt Hohenlockstedt ins Spiel, das sich erweitern möchte, aber ortsnah kein Gelände hat. Eine Möglichkeit: Das Gebiet für Hohenlockstedt eingemeinden bei einem finanziellen Ausgleich für Lohbarbek. Die beiden Bürgermeister Jürgen Kirsten und Martin Hildebrandt haben deshalb ein erstes Gespräch vereinbart, denen weitere auf Gremien-Ebene folgen könnten. „Für die Region wäre eine Einigung positiv“, sagte Martin Hildebrandt auf Anfrage. Man werde alles abklopfen. Harald Zywietz will für die Senioren-Residenz am Ball bleiben und Druck machen. „Ich lasse nicht locker.“

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