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„Eine Offenbarung“ aus Literatur und Musik

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2014 | 18:41 Uhr

Begeistert und tief betroffen waren die Besucher der Oelixdorfer St.-Martin-Kirche. „Es war eine Offenbarung“, so fasste eine Zuhörerin die 90 Minuten zusammen. Zu Literatur und Musik hatte die Gemeinde eingeladen. Aber es war mehr als eine Lesung, ein Konzert, eine Bildbetrachtung oder eine Predigt. Es ging um ein Gleichnis aus dem Lukas-Evangelium, genauer: um Gedanken von Henri Nouwen zu Rembrandts Gemälde „Rückkehr des verlorenen Sohnes“. Zu diesem Kunstwerk hat Nouwen ein Buch geschrieben, „Nimm sein Bild in dein Herz“, das von Dirk Alpen vorgestellt wurde.

In dieser Geschichte lässt sich der jüngere Sohn sein Erbteil vorzeitig auszahlen, zieht in die Fremde und verprasst sein Geld, bis er schließlich völlig verarmt und reumütig zu seinem Vater zurückkehrt, der ihn jedoch mit Freuden aufnimmt und daraufhin ein Fest feiert. Aber der zu Hause gebliebene ältere Sohn kann diese Freude des Vaters nicht teilen, sondern steht abseits und völlig verbittert da.

Obwohl der Schwerpunkt auf der Lesung lag, kam die Musik nicht zu kurz. Auch in seinem hohen Alter von über 100 Jahren spielte Walter Wieben wie eh und je und brachte viele zu dem Thema passende klassische Stücke zu Gehör. Die Bandbreite reichte von Chopin und van Beethoven über Schubert und Haydn bis zu Mendelssohn-Bartholdy. In den mit Klaviermusik gefüllten Lesepausen konnten die Besucher das Gehörte noch einmal überdenken.

Mit lang anhaltendem Beifall dankte das Publikum Dirk Alpen für den exzellenten Vortrag und Walter Wieben für die anspruchsvolle Musik.

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