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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 19:24 Uhr

grossprojekt : Eine Million für die Südspange

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Land sagt Fördermittel zu – Itzehoe plant als nächsten Schritt für die neue Hauptverkehrsroute den Ausbau der Potthofstraße.

von
erstellt am 28.Dez.2013 | 08:30 Uhr

Der Ausbau der Gasstraße ist auf einigen hundert Metern geschafft. Sie soll Teil der Südspange werden – doch über den Rest wurde bisher vor allem diskutiert. Das ändert sich im kommenden Jahr: Mit der Umgestaltung der Potthofstraße wird der nächste Schritt gemacht. Wann aber die neue Hauptverkehrsroute der Stadt den Leuenkamp mit der Lindenstraße verbindet, ist noch unklar.

Die Südspange soll Bahnhof-, Brücken und Lindenstraße entlasten. Die Stadt hatte sich für eine kleine Lösung entschieden und wollte sie selbst finanzieren, weil es dafür keine Fördermittel gab. Das Geld aber wurde seit Jahren nicht im Haushalt zur Verfügung gestellt. Selbst Mittel für die Verbesserung des Bodens in der Lücke zwischen Potthof- und Störfischerstraße – ohne diese Konsolidierung kann nicht gebaut werden –, wurden in diesem Jahr zunächst nicht bewilligt, dann aber im Nachtrag frei gegeben, weil sich die Haushaltslage verbessert hatte. Der entscheidende Punkt: Es wurde nach anderen Möglichkeiten der Förderung für die Südspange gesucht. „Das hat sich positiv entwickelt, und das hat dazu beigetragen, die Kritiker in den Reihen der Selbstverwaltung dafür zu gewinnen“, sagt der städtische Wirtschaftsförderer Thomas Carstens.

Die positive Entwicklung sieht so aus: Von der in der Potthofstraße geplanten Investition in Höhe von gut einer Million Euro will das Land 60 Prozent übernehmen aus Mitteln für die Gemeinschaftsaufgabe regionale Wirtschaftsstruktur. Denn die Südspange solle das Gewerbegebiet Klostermarsch und das Umfeld aufwerten, erläutert Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer. „Das Vorhaben soll 300 Arbeitsplätze sichern“, nach der Gesamt-Fertigstellung der Trasse werde mit neuen Jobs gerechnet. Solche Hoffnungen verbindet auch Carstens mit der Südspange: „Sie hilft enorm, wenn man über eine gewerbliche Nachnutzung des Prinovis-Umfelds nachdenkt.“

Wenn denn alles fertig ist. „Nächstes Jahr machen wir definitiv die Potthofstraße“, sagt Bodo Schmedtje, Leiter der städtischen Tiefbauabteilung. Das 380 Meter lange Stück bekommt an der Einmündung vom Leuenkamp einen Kreisverkehr, wird leicht Richtung Autohaus Eskildsen verschoben und mit einem drei Meter breiten Geh- und Radweg ausgestattet. Die Arbeiten können erst ausgeschrieben werden, wenn das Land den Haushalt der Stadt genehmigt hat – voraussichtlich im März oder April. Schmedtje rechnet mit einem Baubeginn nach den Sommerferien.

Freude löst die Nachricht bei den beiden großen Autohäusern an der Straße aus: „Wir haben lange genug darauf gewartet. Jetzt blicken wir positiv in die Zukunft“, sagt Ilka Eskildsen-Strohbecke vom VW- und Audi-Autohaus. Allerdings kämen auf die Anlieger „nicht ganz unerhebliche“ Beiträge zu den Ausbaukosten zu. Von einem Lichtblick spricht ihr Peugeot-Kollege Hauke Duitsmann. Zunächst sei zwar mit Einbußen durch den Bau zu rechnen, „aber ich kann mir ausmalen, dass es danach besser wird“.

Bei diesem „Danach“ gibt es noch manche Unwägbarkeit. So hat Schmedtje zwar Geld für die Konsolidierung des Bodens zwischen Potthof- und Störfischerstraße, doch vor dem Bau ist zu klären, ob es auch dafür eine Förderung gibt. Davor wiederum steht die Frage, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig wird. Ohne sie bedürfe es womöglich weder eines Planfeststellungsverfahrens noch einer Änderung des Bebauungsplans. Dann, so Schmedtje, könnte im Spätsommer der Boden vorbereitet und im Jahr darauf der Lückenschluss gebaut sowie die Störfischerstraße angepasst werden. „Aber das ist ein sehr sportlicher Zeitplan, da darf nicht viel dazwischen kommen.“ Als letztes Teilstück bliebe dann die Gasstraße zwischen Voßbarg und Lindenstraße.

Und immer ist die Frage: Gibt es weitere Fördergelder? Den Fuß habe die Stadt immerhin in der Tür, meint Wirtschaftsförderer Carstens. Zumal die Bedingung des Landes für die Förderung der Potthofstraße ist, dass die Südspange komplett gebaut wird. Das helfe bei der weiteren Argumentation.


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