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Ein Stück Heimatgeschichte in Stein gemeißelt

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erstellt am 16.Mai.2013 | 03:59 Uhr

hohenlockstedt | Sie sollen gegen Kopfschmerzen helfen, Rheuma lindern und schädliche Strahlung absorbieren - Edelsteine werden oft wegen ihrer heilenden Wirkung geschätzt. Bei Herbert Bröde werden sie allerdings eher zu Deko-Zwecken eingesetzt. Der 79-Jährige macht daraus Kunst. Aus Zement und Fugensplit fertigt er Gehwegplatten, Deko-Herzen oder Stehlen an, die er mit Edelsteinen verziert.

Auf die Idee kam er durch einen Freund. "Von dem habe ich ein paar Edelsteine bekommen und wollte etwas Besonderes daraus machen." Egal ob Rosenquarz, Jaspis oder Amethyst - mehr als 25 verschiedene Steine hat der Rentner aus Hohenlockstedt im Sortiment. Ergänzt werden die bunten Steinchen durch Symbole oder Verzierungen, die der 79-Jährige in den Stein meißelt und ausmalt. Dem Zufall wird dabei nichts überlassen. "Meine Steine erzählen alle eine Geschichte, jedes Symbol hat eine Bedeutung", erklärt Bröde. Besonders häufig verwendet er das Trakehnerwappen - Sinnbild seiner Heimat Ostpreußen, aus der er als kleiner Junge fliehen musste. "So verarbeite ich ein Stück meiner Vergangenheit."

Die Formen macht er selbst oder nutzt dafür Kücheninventar: als Herzmotiv dient eine Kuchen-Backform. Zwei Tag dauert es im Schnitt, bis ein solches Herz fertig ist. Nachdem die Rohlinge auf der Heizung getrocknet sind, werden sie versiegelt. "So können sie nicht grün werden und eignen sich prima für draußen", so Bröde. Seine Steine stellt der gelernte Maurer nicht nur im eigenen Garten aus, sondern verkauft sie auch an jeden, der ein individuelles Geschenk sucht. "Kein Stein ist wie der andere, es sind alles Unikate." > Wer sich für die Steinkunst interessiert kann sich bei Herbert Bröde unter 04826/5615 melden

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