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Ausstellung : Ein Stadtteil öffnet sein Fotoalbum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Initiative Brunsbüttel-Süd organisiert Schülertreffen und Ausstellung

Noch ist es ruhig in der Jahnstraße. Doch das wird sich bald ändern: Die Initiative Brunsbüttel-Süd (IBS) lädt Sonnabend, 5. Oktober, zum „größten Wiedersehen Dithmarschens“ in die Sporthalle auf der Südseite ein. Erwartet werden ehemalige Schüler der früheren Volks- und späteren Grundschule Süd, die mittlerweile in alle Himmelsrichtungen verstreut leben. Das Treffen findet in Verbindung mit der großen Fotoausstellung über den Brunsbütteler Süden statt, die die IBS inzwischen zum vierten Mal seit 2003 veranstaltet. Angesichts der Anmeldungen, die täglich beim IBS-Vorsitzenden Axel Wendt und seinen Mitstreitern eingehen, deutet sich schon an, dass die Rekordmarke von 2010 – damals kamen am ersten Tag der Schau 800 Menschen – geknackt wird.

Unter dem Titel „Was mein Nachbar fotografierte“ gewährt die IBS vom 5. bis 13. Oktober Einblicke in ihr Archiv. Fotos und Filmmaterial aus vergangenen Zeiten üben eine ganz besondere Faszination aus. Das haben die Organisatoren bereits bei ihrer ersten Ausstellung vor zehn Jahren festgestellt. Seitdem ist die Zahl der Bilder ebenso gestiegen wie die der Besucher. Grundlage der Fotoschau ist das Archiv des Brunsbütteler Fotografen Paul Ausborm, der von den 1950er Jahren bis Ende der 1970er Jahre rund 23000 Aufnahmen allein im Süden der Kanalstadt gemacht hat.

Die Schule Süd, die ihren Sitz zunächst in der Festgestraße und später in der Jahnstraße hatte, gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Kinder aus Brunsbüttel-Süd müssen zum Lernen die Kanalseite wechseln. Doch in vielen Köpfen ist die Schulzeit in diesem Stadtteil noch lebendig – und Erinnerungen, die vielleicht bisher verschüttet waren, könnten mit Hilfe alter Schulkameraden beim Treffen am 5. Oktober ausgegraben werden. Die Organisatoren um Axel Wendt haben sich die sozialen Netzwerke des Internets zunutze gemacht. Mit Erfolg: Hunderte Interessierte meldeten sich. „Das hat eingeschlagen wie eine Bombe“, erzählt der IBS-Vorsitzende. Ehemalige unter anderem aus den USA, Schweden, Holland und Dänemark haben sich angekündigt. Doch woher die früheren Schüler auch anreisen: Jede Anmeldung ist hochwillkommen. Wer seinen Namen, den Geburtsnamen und das Einschulungsjahr angibt, kann bereits im Voraus im Internet sehen, wer aus seiner ehemaligen Klasse zu dem Treffen erscheint. Bei der Veranstaltung werden die Gäste dann mit Textilaufklebern versehen, die es anderen ermöglichen sollen, sie auch nach vielen getrennten Jahren einzuordnen. Und bei einigen ist sehr viel Zeit vergangen: „Die älteste Einschulung, die wir als Anmeldung haben, ist von 1932“, sagt Axel Wendt. Er bittet Besucher „bis zur letzten Minute“ darum, ihr Kommen anzukündigen: „Das hilft uns bei der Planung!“

Um den erwarteten Ansturm bewältigen zu können, hat die IBS ein beheiztes Zelt gemietet, das auf der Rasenfläche vor der Sporthalle aufgestellt wird. Dort wird den Gästen auch warmes Essen serviert. Das Organisationsteam hofft, dass die Gruppen, die sich zusammenfinden, auch am Ort bleiben. Nur so könnten die Kosten, die für den Verein durch das Treffen entstehen, durch Einnahmen wettgemacht werden. Auf Eintrittsgelder wird bei IBS-Veranstaltungen grundsätzlich verzichtet. Dafür sind die Vereinsmitglieder für die Versorgung mit Kaffee und Kuchen an allen Ausstellungstagen zuständig. Weitere Einkünfte erwartet der Verein durch den Verkauf von Andenken und Fotos. Jedes Bild aus der Ausstellung kann direkt vor Ort ausgedruckt werden. Präsentiert werden erstmals auch aktuelle Fotos. Wendt: „Wir wollen zeigen, wie schön die Südseite ist.“ Darüber hinaus sind zwei Filme aus der Zeit der alten Dampffähren zu haben, die Irene Oehlers mit ihrer Super-8-Kamera aufgenommen hat. Die Floristin hatte viele Jahre einen Blumenladen am Fähranleger-Süd.

Neben den Einnahmen aus Cafeteria und Andenken-Verkauf hofft die IBS-Spitze auf einen gefüllten Spendentopf und neue Sponsoren. Man sei der Firma Brunsbüttel-Ports für ihre Unterstützung sehr dankbar, betont Axel Wendt. „Weitere Sponsoren sind aber immer willkommen!“

>„Brunsbüttel-Süd – Ein Stadtteil und seine Geschichte“: Fotoausstellung und Schülertreffen, Sonnabend, 5. Oktober, 14 Uhr, Sporthalle Jahnstraße. Danach ist die Ausstellung bis zum 13. Oktober täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet (mit Cafeteria).
>Kostenlose Anmeldung für das Schultreffen im Internet bei „Facebook“ und „Stayfriends“ sowie unter www.brunsbuettel-sued.de und telefonisch bei Axel Wendt (04852/8649) oder Karsten Spreckels (04852/87394).


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erstellt am 25.Sep.2013 | 20:06 Uhr

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