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Sportschützen : Ein Schießstand – viele Disziplinen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ein Besuch beim Schützenvereins Wilster: Oberschützenmeister Frank Schulcewski erklärt die Anlage.

Wie funktioniert ein Schießstand? „Nur mit geeigneten Schützen“, sagt Oberschützenmeister Frank Schulczewski. „Natürlich funktioniert ein Schießstand auch ohne geprüfte Leute, aber er darf dann nicht betrieben werden.“ Schützen mit der erforderlichen Sachkundeprüfung sind beim Schützenverein Wilster von 1895 vorhanden. Der Verein bietet auf seiner Schießanlage verschiedene Disziplinen an.

Die Nutzung beginnt immer mit dem Einrichten des Schießstandes. „Beim Luftgewehr oder auch beim Kleinkaliberschießen mit Auflage ist es wichtig, den Auflagenkeil auf die passende Höhe einzustellen“, erklärt Frank Schulczewski. Ein bequemer und entspannter Stand ist für das Ergebnis äußerst wichtig. „Es gibt Übungen für die Atmung, die helfen ruhig zu werden und die Konzentration zu steigern.“ Bevor es ans Schießen geht, wird das Gewehr eingerichtet und in den Scheibenhalter die Schießscheibe eingespannt. Position einnehmen, anlegen, zielen und – hoffentlich ins Schwarze getroffen. Bei dem Luftgewehrstand wird die Scheibe mit einer speziellen automatischen Zuganlage in ihre zehn Meter entfernte Position gebracht.

Ähnlich funktioniert auch der Kleinkaliber-Schießstand. Auch dort geht ohne Schießwart nichts. Man unterscheidet vier Wettkampfarten: mit Auflage, stehend freihändig, liegend oder im Drei-Stellungskampf (stehend, liegend, kniend). Die Scheibe wird mit einer elektrischen Scheibenzuganlage in 50 Meter Entfernung positioniert und das Gewehr mit 5,4 Millimeter-Munition geladen.

Urte Schulczewski-Haß bedient bei Wettkämpfen die Auswertungsmaschine. „Wir können hier fast alle Disziplinen auslesen“, erklärt die Vereinsvorsitzende. Anschließend werden die Ergebnisse in die Schießkladde eingetragen, die Scheiben gekennzeichnet und abgelegt.

Etwas anders funktioniert der Luftpistolen-Stand. „Sicherheit ist hier oberstes Gebot“, sagt Frank Schulczewski, Gehörschutz und Schutzbrillen sind Pflicht. Der 25-Meter-Stand ist mehrdistanzfähig, aber kürzer als zehn Meter darf die Entfernung zwischen Schütze und Scheiben nicht sein. Beim Schießen kommen die Kommandos von der Aufsicht: Laden, entsichern, die ersten fünf Schuss, Waffe sichern. Dann können die Schützen ihre Treffsicherheit überprüfen. Dazu muss am Pistolenstand die Bahn betreten und zu den Scheiben gegangen werden. Eine Zuganlage ist dort durch das Angebot technisch nicht möglich.

Der Schießsport erfordert ein hohes Maß an Konzentration und Körperbeherrschung. „Das kommt unseren Jugendschützen auch im Schulunterricht zugute“, fügt Frank Schulczewski an. Interessierte sind eingeladen, ihr Geschick auszuprobieren.

> Infos: www.schuetzenverein-wilster.de

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