zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

22. Oktober 2017 | 17:38 Uhr

Ein Ort der Geborgenheit

vom

Kleine Arche eingeweiht: Kita für 20 Kinder unter drei Jahren

shz.de von
erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Brunsbüttel | Für das Kindertagesstättenwesen in Brunsbüttel war der Sonnabend ein bedeutsamer Tag. Mit ihrer offiziellen Einweihung stach die zur Kita "Noahs Arche" gehörende und eigens für die Kinder unter drei Jahren geschaffene "Kleine Arche" in See. Im ehemaligen Pastorat und Gemeindehaus der Kirchengemeinde, das weiterhin den Namen Albert-Schweitzer-Haus tragen wird, werden seit Beginn des neuen Kita-Jahres 20 Kinder unter drei Jahren in zwei Gruppen von vier Erzieherinnen betreut.

Die "Kleine Arche", so wünschte Pastor Ingo Pohl in einer einleitenden Andacht, solle für die kleineren Kinder zu einem Ort werden, der Geborgenheit und Sicherheit geben und soziales Lernen vermitteln solle. Pohl lehnte es ab, den Bildungsauftrag zu übertreiben. Es sei kein oberstes Ziel, die Kinder "zu kleinen Einsteins zu erziehen", sondern primär gehe es darum, jedes Kind in seinen individuellen Eigenarten zu fördern.

Kita-Leiterin Bettina Möller dankte ihrem Team, das ihr in der zurückliegenden siebenmonatigen Bauzeit viel Unterstützung gegeben habe. Ihr Dank galt auch Lars Peters aus dem städtischen Bauamt, der die Bauleitung für die Verwaltung übernommen hatte. Man habe mehrfach Kompromisse schließen müssen, "wenn Handwerker und Pädagogen aufeinandertrafen".

Für Geschäftsführer Ralf Pehmöller und das Evangelische Kindertagesstättenwerk als Träger der kirchlichen Kindergärten war es "ein richtiger Freudentag", da Brunsbüttel mit dieser neuen Einrichtung den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für U3-Kinder erfüllen könne und daher keine Klagen zu erwarten seien. Das sei nur gelungen, weil alle Beteiligten an einem Strang gezogen hätten und man sowohl auf kommunaler als auch auf kirchlicher Seite zu einvernehmlichen Entscheidungen gekommen sei. Dank sagte er Bettina Möller und deren Team, die die Hauptlast getragen hätten.

"Ein richtiger Volltreffer"


"Kitas sind nicht zum Nulltarif zu haben", sagte Pehmöller. Das Geld sei aber als Investition in die Zukunft gut angelegt. "Die Kitas sind ein Standortvorteil und ein Aushängeschild für die Stadt." Und: "Das, was hier geschaffen wurde, ist ein richtiger Volltreffer!"

Brunsbüttel habe schon immer viel Wert auf eine bedarfsgerechte Ausstattung seiner Kindergärten gelegt, erinnerte Bürgermeister Stefan Mohrdieck. Die "Kleine Arche" sei ein wichtiger Baustein für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ein Beitrag für die Chancengleichheit aller Kinder. Der Umbau des Albert-Schweitzer-Hauses sei eine anspruchsvolle Aufgabe gewesen, an deren Erfüllung das städtische Bauamt maßgeblich beteiligt gewesen sei. Die Gesamtkosten von rund 350 000 Euro seien weniger als die Hälfte eines alternativ angedachten Neubaus gewesen. Die Stadt habe sich an dem Umbau mit einem Eigenanteil von rund 90 000 Euro beteiligt. In "Noahs Arche" und in der "Kleinen Arche" werden jetzt insgesamt über 120 Kinder in acht Gruppen betreut, darunter jeweils 20 U3-Kinder in beiden Häusern.

Als Vorsitzender des Kirchengemeinderats erinnerte Klaus Struve daran, dass dieses Gremium den Weg frei gemacht habe für die "Kleine Arche". Er sei überzeugt, dass diese Kita "zum Wohle und zum Segen der Kinder eine gute Kita" werde.

Der offiziellen Einweihung schloss sich am Nachmittag ein Tag der offenen Tür an. Damit wurde der Bevölkerung Gelegenheit gegeben, neben der Arche auch deren Ableger kennen zu lernen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen