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Norddeutsche Rundschau

24. Oktober 2017 | 12:05 Uhr

Ein Ort der Begegnung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Altenhilfezentrum Haus Süderdöffte feierte 30-jähriges Bestehen

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2013 | 05:00 Uhr

Im Oktober 1983 wurde das DRK-Alten- und Pflegeheim Süderdöffte in Brunsbüttel eröffnet. „Wir wollten ein Haus mitten in der Stadt“, erinnerte sich Karin Süfke. Die Bürgervorsteherin war damals bereits Ratsfrau und hat die Planung und Entwicklung des heutigen DRK-Zentrums von Beginn an mitgemacht. „Es sollte eigentlich ein Altenheim sein, dann war es Pflegeheim und heute ein Haus, wo es sich gut wohnen lässt“, fasste Süfke zusammen. Sie dankte dem Leiter des Hauses, Uwe Witt, und den Mitarbeitern anlässlich einer Feier zum 30-jährigen Bestehen des Hauses für ihr Engagement.


Stetig weiterentwickelt


Der DRK-Kreisvorsitzende Kai Tange begrüßte fast 230 Gäste, die sich auf dem von-Humboldt-Platz zu einer großen Kaffeetafel versammelt hatten, um den Geburtstag von Haus Süderdöffte zu feiern. „Wir freuen uns, dass es uns so gibt, wie wir sind“, erklärte Tange. Es sei in den Jahren viel geschaffen worden, die Einrichtung sei nicht stehengeblieben, sondern habe sich den Anforderungen angepasst, so Tange weiter. Er ging auf das Freizeitangebot ein, dass von Yoga und Thai Chi über Gesprächskreise bis hin zu Tanzgruppen reicht.

In den ersten Jahren fanden einige personelle Veränderungen statt, seit 1990 leitet Uwe Witt das Haus, das sich vom Alten- und Pflegeheim zum sozialen Dienstleistungszentrum entwickelte. „Wir wollten eine konzeptionelle Neuausrichtung der Pflegeeinrichtung auf den Weg bringen“, erläutert Uwe Witt. Kurze Zeit später ließ sich das Haus Süderdöffte als eine der ersten Pflegeeinrichtungen seine Leistungen zertifizieren.

Schon bald traf die Bezeichnung Dienstleistungszentrum nicht mehr zu. Im Zentrum standen schon immer der Mensch und die Hilfe, die ihm zukommen sollte. Der Begriff Altenhilfezentrum sollte die Ausrichtung des Hauses als Ort der Begegnung stärken. Es wurden zwei Demenzgruppen eingerichtet und Erfahrungen mit der fachlich fundierten Betreuung und Pflege demenzkranker Menschen im Haus gesammelt. Mittlerweile gibt es einen eigenständigen Betreuungs- und Wohnbereich, der den Bewohnern die erforderliche Struktur und Sicherheit gewährt und zugleich ihre Selbstbestimmung fördert.

Das zeigen auch die Bilder, die, von den Mitarbeitern gemacht, zu einer Ausstellung zusammengestellt wurden. „Unser Thema war: ‚Bei uns sind sie in guten Händen‘“, erläutert Uwe Witt den Fotowettbewerb. Zu sehen sind junge, alte und ganz alte Hände, die helfen, schützen und stützen, die halten und arbeiten. Demenzkranke Bewohner mit Schürzen, der Kaffee aus der Tasse mit dem Goldrand, das ruft Erinnerungen hervor. „Das Kartoffelschälen hat sich im Laufe des Lebens so verinnerlicht, wir schneiden uns eher, als diese alten Menschen“, sagt Uwe Witt. So geben einfache Handgriffe einen neuen Sinn im Alltag. Uwe Witt lädt alle ein, sich die Ausstellung anzusehen. Von den Bildern ist ein Kalender erstellt worden, den es im Haus Süderdöffte zu kaufen gibt.

„Wenn man durch eingeschränkte Mobilität nicht in die Gemeinde gehen kann, muss die Gemeinde hier her kommen“, versucht der Zentrumsleiter das Haus offen zu halten und als eine Begegnungsstätte zu etablieren.

Der runde Hausgeburtstag wurde bei den Klängen vom Spielmannszug des VfB Brunsbüttel mit Bewohnern, Angehörigen und Nachbarn gefeiert. Zu Gast waren auch die stellvertretende Bürgermeisterin und Erste Stadträtin Eva Fritz, Alt-Bürgermeister Ernst Tange und der DRK-Ortsvorsitzende Klaus Boje.

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