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Norddeutsche Rundschau

19. August 2017 | 00:17 Uhr

Sport : Ein neues Fußballfeld wird gesucht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Sportfreunde brauchen einen anderen Trainingsplatz, wenn die Feuerwache an der Kastanienallee entsteht

Sie haben einen Drei-Jahres-Plan für den Jugendfußball. Und sie sind ihm voraus, denn die Zahl der Aktiven wächst schnell. Doch eines macht den Verantwortlichen der BSC Sportfreunde Itzehoe, die seit Juli eine Sparte im Sport-Club Itzehoe sind, Sorgen: Wo sollen die Mannschaften trainieren, wenn der Schützenplatz an der Kastanienallee weg fällt?

Dass es so kommen wird, ist beschlossen: Auf dem Sportplatz soll die neue Feuerwache entstehen (wir berichteten). „Aufgeschreckt“ sei man dadurch, erklärte SCI-Geschäftsführer Jan Schamerowski in der Ratsversammlung. Er hob die Aufbauarbeit in der Jugend hervor, dafür brauche der Verein eine „Ausweichmöglichkeit im engsten Bereich“.

Denn: „Unser Einzugsgebiet ist ja hier oben“, sagt Reinhold Mischeik. Der
57-Jährige ist kommissarischer Spartenleiter, nachdem sich Rainer Wölk wegen Interessenskonflikten zurückgezogen hat – er ist bei der Stadt im Sportanlagenteam beschäftigt. Die Sportfreunde seien ein Stadtteilverein, betont Mischeik. Und die Kinder bräuchten kurze Wege, bekräftigt Wendy Dixey (69), Jugendleiterin und Fußballobfrau.

Rund 150 Fußballer gehören zur Sparte, acht Teams sind derzeit gemeldet: Damen, Altherren und sechs Mal Jugend. Zur nächsten Saison werden mindestens zwei Mannschaften mehr erwartet, die Arbeit trägt schneller Früchte als gedacht – und es sind längst nicht nur Flüchtlinge, die neu hinzukommen: „Wir hätten nicht gedacht, dass es so einen Boom gibt“, sagt Mischeik. Der Schützenplatz ist gerade für die Jugendteams das zentrale Trainings- und Punktspielgelände, zudem nutzt der Verein das Stadion am Sandberg, nur vier Spiele im Monat sind auf dem Sportplatz Kaiserstraße gestattet. „Ein bisschen unglücklich“ findet Mischeik deshalb die Entscheidung, den Schützenplatz für die Feuerwache zu opfern, zumal es auch das Stadion abwerte, wenn kein zweites Feld mehr in der Nähe vorhanden sei. „Für Großveranstaltungen in Itzehoe ist das nicht so schön.“

Der Beschluss sei nicht zu ändern, wissen die Fußballer. Umso lieber hören sie die positiven Signale: Bürgervorsteher Heinz Köhnke meldete sich umgehend auf eine E-Mail von Wendy Dixey. Und in der Ratsversammlung sicherte Bürgermeister Andreas Koeppen SCI-Geschäftsführer Jan Schamerowski „volle Unterstützung“ zu, bekräftigt von den Politikern. Koeppen: „Wir haben Möglichkeiten in der Stadt, und wir werden sie nutzen.“

„Total in Ordnung“ findet Mischeik das. Die Gespräche sollen im neuen Jahr beginnen – und es gehe nicht nur um die Belange der SCI-Fußballer: „Wir haben Ideen, die haben Ideen – dann hoffen wir, das Beste für den Allgemeinsport herauszukriegen.“ Dem Verein schwebt ein Kunstrasenplatz vor, aber nicht im Stadion, wo der jetzige Grandplatz auch zum Parken und Durchfahren diene. Besser sei das im Wesentlichen für Schulsport gebrauchte Areal an der Kaiserstraße mit seinem kaum genutzten Grandplatz, der bei Trockenheit zu hart, bei Regen aber schnell zu nass sei. „Für Trainingszwecke ist der eigentlich gar nicht geeignet, um kontinuierlich zu trainieren“, sagt Mischeik. Und überhaupt: „Man kann kleine Kinder nicht auf Grand spielen lassen.“

So soll dieser Platz nach Meinung der Vereinsvertreter durch Kunstrasen ersetzt werden, um ein hochwertiges Sportgelände zu schaffen. Umkleiden in der Gutenberghalle, Kunststoff- und Rasenplatz – „die Kapazitäten sind hier alle vorhanden“, sagt Mischeik. Eine Lösung müsse her, bevor auf dem Schützenplatz gebaut werde, sagt Wendy Dixey. Vor 2017 wird das allerdings nicht der Fall sein.

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erstellt am 14.Dez.2015 | 17:58 Uhr

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