Ein Netzwerk für Eishockey-Cracks

In voller Montur: Die „Rinkrats“ aus Eckernförde, die Eishockey im Norden populärer machen wollen. Regelmäßig trainieren sie auch in Brokdorf.
In voller Montur: Die „Rinkrats“ aus Eckernförde, die Eishockey im Norden populärer machen wollen. Regelmäßig trainieren sie auch in Brokdorf.

Anhänger des schnellen Sports auf dem Eis wollen sich im Norden zusammentun / Trainingseinheiten regelmäßig auch in Brokdorf

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19. Dezember 2017, 05:03 Uhr

Mit hohem Tempo jagen Hannes und Stephan über das Eis. Kein Erbarmen mit dem Puck. Er muss ins gegnerische Tor. Eine Vollbremsung und gleich danach wieder ein Spurt. Der Gegner konnte etwas abgeschüttelt werden. Das Tor ist nahe … Schuss in die obere Ecke und … kein Tor. Goalie Nico hat den Puck unter sich begraben. 90 Minuten später. Spielende. Die vergebenen Chancen werden noch mal ausgiebig vom Gegner belächelt, auf der anderen Seite haben sie aber auch einige Treffer kassiert. Genug Diskussionsstoff auf der langen Heimfahrt nach Eckernförde.

Eishockey ist der schnellste Mannschaftssport der Welt. Die „North Area Rinkrats“ aus Eckernförde, Kiel, Rendsburg und dem Umland sind eine Spielgemeinschaft mit Sportlern aller Altersklassen, die sich regelmäßig alle 14 Tage am Wochenende zum Spielen in der Brokdorfer Eissporthalle treffen. „Die Mannschaft ist glücklich, wenn der Schweiß aus wirklich jeder Pore fließt,“ lobt Coach Jens Wilharm sein motiviertes Team.

Die „Rinkrats“ spielen mittlerweile in professioneller Montur und geben auf dem Eis richtig Gas. Wenn die Eishallen Brokdorf, aber auch in Vojens (Dänemark) und Harsefeld ihre Tore wieder öffnen, verlassen die „Ratten“ das warme heimische Schiff und begeben sich aufs glatte Eis. „Wir machen im Frühjahr Turniere mit anderen Hobbytruppen in den Standorten mit Eishallen“, sagt Coach Wilharm. Wenn es kalt genug ist und die Eisfläche am Schulweg gefroren ist und zum Schlittschuhlaufen einlädt, sieht man die begeisterten Hobby-Eishockeyspieler hin und wieder beim Training über das Eis fegen. Man sieht ihnen dabei die Freude an, es geht ordentlich zur Sache, aber immer fair. „Der Spaß steht ganz klar im Vordergrund. Trotzdem sind eine Schutzausrüstung und fahrerisches Können nötig“, sagt der Coach.

Nachdem die Eishalle in Flensburg vor Jahren geschlossen worden ist, bedauern die „Rinkrats“ , dass es aktuell leider noch nicht mal eine Planung für eine weitere Eishalle in Schleswig Holstein gibt. Da es auf der anderen Seite aber viele kleinere Spielergruppen gibt, die sich mehr oder weniger regelmäßig vor Ort treffen und immer nach Spielmöglichkeiten suchen, möchten die „Rinkrats“ im hohen Norden ein Eishockey-Netzwerk aufbauen und suchen dafür noch weitere aktive Mitspieler. Wer Interesse am sportlich fairen Eishockey hat, ist bei den „Rinkrats“ willkommen. Voraussetzungen dafür sind ein Paar Schlittschuhe, ein Schläger und ein Helm. „Wir raten aber dringend dazu, noch weitere Schutzkleidung wie Schienbeinschoner, Brustpanzer, Schutzhose und gegebenenfalls noch Tiefschutz und Handschuhe zu tragen“, rät Jens Wilharm.

>Kontakt: rinkrat@web.de oder WhatsApp 0162/4907607 Jens Wilharm.

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