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Norddeutsche Rundschau

13. Dezember 2017 | 01:28 Uhr

Geschiichte : Ein Museum für Sturmlaternen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Einzigartige Sammlung soll in Hohenlockstedt untergebracht werden/Träger wird der Verein für Kultur und Geschichte

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2014 | 17:16 Uhr

Das weltweit einzige Sturmlaternen-Museum soll in Hohenlockstedt entstehen - unter Trägerschaft des Vereins für Kultur und Gesichte. Bestückt werden soll die neue Einrichtung zu Beginn mit Laternen des Sammlers Jörg Wekenmann.

Die Idee für die ständige Ausstellung entstand auf dem Sturmlaternen- Symposium in Hohenlockstedt. Die Veranstaltung wurde 2005 von den Feuerhand-Sturmlaternen Sammlern Dr. Detlef Bunk aus Essen und Jörg Wekenmann aus Tübingen ins Leben gerufen. Das Hauptanliegen der Gründungsmitglieder war und ist die genaue Erforschung der Produktgeschichte, der Technik und Herstellung. Auch die Entwicklung der internationalen Laternenmärkte und die Firmengeschichten im vergangenen Jahrhundert sollen weiter erforscht werden.

In den Jahren danach beteiligten sich auch Sammler anderer Marken am Symposium. Neben Feuerhand/Nier kamen FROWO, Kaestner und Toebelmann, BAT-Fledermaus und HASAG hinzu. Für das diesjährige Treffen wurde bewusst Hohenlockstedt als Tagungsort gewählt. Denn hier stehen die Stanzen des letzten großen Herstellers von Sturmlaternen der westlichen Industriestaaten. Seit 64 Jahren werden bei Nier in Hohenlockstedt Petroleum-Sturmlaternen gefertigt. Das ist länger, als die Laternenfabrikation der Gründerfamilie Nier im erzgebirgischen Beierfeld in Sachsen andauerte, dem Herkunftsort der Feuerhand Sturmlaterne.

Der Feuerhand-Sturmlaternen-Experte und Sammler Jörg Wekenmann, der bereits im Jahr 2010 im Museum am Wasserturm eine Sturmlaternen-Ausstellung organisiert hatte, will einen bedeutenden Teil seiner einzigartigen Sammlung als Dauerleihgabe für das Museum zur Verfügung stellen. „Und auch die anderen Symposium-Teilnehmer sagten ihre Unterstützung zu, in dem sie mit weiteren Laternenmarken aus ihren Spezialgebieten wie FROWO, BAT-Fledermaus und HASAG die Ausstellung ergänzen wollen“, sagt Achim Jabusch (Foto), Vorsitzender des Vereins für Kultur und Geschichte.

Der Verein begrüßt dieses Angebot. Denn damit, so Jabusch, werde die Möglichkeit geschaffen., die Historie der weltweit bekannten Feuerhand-Sturmlaterne, deren Produktion den Industriestandort Hohenlockstedt Jahrzehnte mitprägte, mit einer schon komplett vorbereiteten Ausstellung zu präsentieren. „Neben den seltenen und oft einzigartigen Sturmlaternen gibt es sicher auch die Möglichkeit, die Ausstellung lebendig zu gestalten. Wie funktioniert eine Sturmlaterne, welche Arten gibt es, wodurch unterscheiden sie sich? Das sind Fragen, die auch Schulkassen Interessieren könnten.“ Eine Menge Anregungen zur Gestaltung gab es bereits bei den Vorträgen während des Symposiums. „Wir möchten versuchen, diese besondere Gelegenheit zu nutzen und die Sturmlaternen Ausstellung nach Hohenlockstedt holen. Wir hoffen, dass es uns gelingt, die Kosten für den Ausstellungsraum im Ortszentrum – in Höhe von 300 Euro monatlich– aufbringen zu können. Die Hälfte der Miete ist bereits durch Kostenübernahmezusagen gesichert“, so Jabusch.

>Wer dieses Projekt finanziell oder als Ausstellungsmitarbeiter unterstützen möchte, kann Kontakt aufnehmen mit dem Verein für Kultur und Geschichte von Hohenlockstedt unter Tel. 04826/8327 oder 04826/1765.














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