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Norddeutsche Rundschau

19. August 2017 | 02:05 Uhr

Ein Leben für die Feuerwehr

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Jubiläum im Ehrenamt: Herbert Förthmann ist seit 50 Jahren im Einsatz / Nach dem aktiven Dienst arbeitet er in der Seniorenkameradschaft weiter

Die Begeisterung für das Ehrenamt liegt der Familie Förthmann im Blut. Vor allem das Feuerwehrleben hat es den „Förthmännern“ angetan. Seit 50 Jahren ist Herbert Förthmann aus St. Margarethen für die Feuerwehr ehrenamtlich im Einsatz. Auch sein Sohn Kai und Enkel Jörn eifern dem 69-Jährigen nach und sind in der Freiwilligen Feuerwehr St. Margarethen aktiv.

Für Herbert Förthmann begann das Helfer-Ehrenamt 1965 in Wedel. Er wurde Feuerwehrmann, übernahm nach einem Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee das Amt des Maschinisten und avancierte zum stellvertretenden Gruppenführer. Seit 1973 engagierte er sich auch in der Werkfeuerwehr der Werft Blohm & Voß in Hamburg.

Als Herbert Förthmann 1978 seinen Wohnsitz nach Büttel verlegte, war der Weg in die Gemeindewehr für ihn selbstverständlich. Beruflich arbeitete er als Feuerwehrmann in der Werkfeuerwehr der damaligen Veba-Chemie in Büttel, ehe er im Alter von 55 Jahren in den Vorruhestand trat. Umfangreich war sein ehrenamtliches Wirken für den Kreisfeuerwehrverband. Schon in den 1970er Jahren war er in Pinneberg als Kreisausbilder für Maschinisten tätig – ein Amt, das er bis 2012 auch im Kreisfeuerwehrverband Steinburg fortsetzte. Dabei führte er auch in größeren Firmen Brandschutz-Schulungen durch. Auch als er vor drei Jahren mit der Ernennung zum Ehrenmitglied aus dem aktiven Dienst verabschiedet wurde, blieb er der Feuerwehr verbunden – bis auf den heutigen Tag. Er betreut weiterhin das umfangreiche Feuerwehrarchiv des Kreisverbandes, für das er pro Jahr immer um die 900 bis 1000 Presseberichte auswertet und digital erfasst. Mit seinem Archivmaterial hat er 2012 eine erfolgreiche Ausstellung über die Sturmflut 1962 zusammengestellt, die neun Monate lang im Kreismuseum Prinzesshof in Itzehoe gezeigt wurde.

Darüber hinaus arbeitet Herbert Förthmann ehrenamtlich im Vorstand der Seniorenkameradschaft mit, der rund 100 ehemalige Wehrführer aus den Steinburger Wehren angehören. „Wir organisieren eine Tagesfahrt im Mai, eine Halbtagsfahrt im September und unsere Weihnachtsfeier“, listet Herbert Förthmann die Aktivitäten auf. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen für das 20-jährige Bestehen der von Addi Bekker 1996 ins Leben gerufenen Kameradschaft. Die Jubiläumsfeier steht für September 2016 im „Dückerstieg“ auf dem Plan.

Mit handwerklichem Geschick hat der 69-Jährige verschiedene Geräte entwickelt, die noch heute in der Kreisausbildung eingesetzt werden. Mit Begeisterung pflegt er auch seinen Feuerwehr-Oldtimer, einen Mercedes-Sechszylinder aus dem Jahr 1943. Das „leichte Löschgruppenfahrzeug“ (LLG) sowie „jede Menge historischer Pumpen“ hat er in einer Halle untergebracht, die ihm in Büttel von Bürgermeister Richard Schmidt überlassen wurde. Zahlreiche Ehrungen sind Herbert Förthmann zuteil geworden. So ist er Träger des Brandschutzehrenzeichens in Silber und Gold sowie des schleswig-holsteinischen Feuerwehr-Ehrenkreuzes in Bronze. „Ich habe die Arbeit in allen meinen Ämtern gern getan und würde alles heute noch einmal genau so tun“, schloss Herbert Förthmann seinen Rückblick auf 50 Jahre Ehrenamt.

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erstellt am 22.Okt.2015 | 16:55 Uhr

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