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Square Dance in Steinburg : Ein lautstarkes „Yiihah“ aus Krempe

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Square-Dance-Event lockt mehr als 100 Tänzer aus ganz Deutschland in die Krempermarsch.

Da drehten sich die Tänzer, und es flogen die Röcke: Am Wochenende luden die „Drawbridge-Divers Wilstermarsch“ zum „Draw Near 2017“, einer Tanzveranstaltung, die alle zwei Jahre ausgerichtet wird.

Bislang in Brokdorf veranstaltet, fand diese nun erstmals in der Willi-Steinmann-Halle in Krempe statt. Und das war eine Gemeinschaftsleistung, haben doch etwa 35 Helfer der über 50 Mitglieder aus dem Verein die Veranstaltung auf die Beine gestellt. Dazu waren 138 Tänzerinnen und Tänzer von 35 verschiedenen Clubs aus Schleswig-Holstein, Hamburg und dem nördlichen Niedersachsen angereist, und damit 15 mehr als bei letzten Mal. „Es waren auch einige dabei, die in der Region im Urlaub machen, etwa aus Mönchengladbach und Köln“, freute sich Organisator Jürgen Breiholz.

Der älteste noch bestehende Square-Dance-Club im Kreis Steinburg konnte als Gast-Caller, der die Schritte und Figuren für die Tänzer zur Musik ansagt, Michael „Osz“ Brandt aus Wuppertal gewinnen. „So können wir auch einmal nach einem Caller tanzen, den wir nicht jede Woche hören“, sagte Jürgen Breiholz. Er gestaltete den Tag gemeinsam mit dem Club-Caller Hauke Schröder.

Nach der Registrierung am frühen Nachmittag tanzten die „Drawbridge-Divers“ unter dem Motto „Der Norden dreht auf“ bis in den Abend hinein. Nacheinander wurden verschiedene Schwierigkeits-Level getanzt wie „Mainstream“ und „Plus“. Da alle Figuren überall auf der Welt einheitlich getanzt werden, konnten auch alle gleich mitmachen. Dazu gab es ein kaltes Buffet mit Salaten, abends kam dann als Highlight der „Grand March“, zu dem sich alle noch einmal in Schale warfen und die teilnehmenden Clubs namentlich vorgestellt wurden. Jürgen Breiholz freute sich über die Atmosphäre: „Es gibt ein positives, freundschaftliches Miteinander“, das noch verstärkt wurde durch ein gemeinsam getanztes „Freundschaftslied“ („Friendship Song“). Ein Square-Dance-Shop bot unterdessen Bekleidung, Zubehör und Accessoires vom Petticoat bis zum Hemd, es gab einen Second-Hand-Shop und eine Caféteria.

Mitten unter den Tänzern war auch Ingenieur Kai Hoffmann (36) aus Stuttgart mit seiner Frau Carina (34) aus Vaale, die sich sogar beim Square Dance kennen gelernt hatten – und bei dieser Veranstaltung immer dabei sind. „Wir haben unseren Osterurlaub bei den Schwiegereltern in Vaale mit der Teilnahme am Square Dance in Krempe verbunden“, schilderte Kai Hoffmann, stilecht in einem Hemd im Outfit einer amerikanischen Flagge gekleidet.

„Der Verein macht das hier sehr liebevoll“, lobte Kai Hoffmann. „Das Interessante ist, dass man sich auf den Stil des Callers erst einmal einstellen muss. Ich selber kannte ihn noch nicht, er macht das sehr gut.“ Auch seiner Frau Carina gefiel es. „Die Stimmung ist sehr gut. Ich habe hier auch viele Bekannte getroffen. Es ist jedes Mal, wie nach Hause zurück zu kommen.“ Andreas und Anke Roß aus Flensburg fuhren hingegen für die 140 Kilometer eineinhalb Stunden einmal quer durch Schleswig-Holstein mit dem Auto, um am „Draw Near“ teilzunehmen, denn: „Das ist ein super Tanzereignis. Ich kenne mehr als die Hälfte der Teilnehmer“,erzählte Andreas Roß.

Präsidentin Ute Hannemann war noch aus einem anderen Grund froh: „Wir haben davon profitiert, dass die Umgehungsstraße nach Krempe noch nicht gesperrt wurde. Das hat die Anreise unheimlich erleichtert.“ Nun soll das Spektakel in zwei Jahren wieder in Krempe statt finden. „Dann machen wir es vielleicht in der großen Halle nebenan“, kündigte sie an.


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erstellt am 24.Apr.2017 | 13:30 Uhr

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