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Bürgermeister-Wahl : Ein Herausforderer für Koeppen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Dr. Thomas Theisen (54) aus Münsterdorf will bei der Bürgermeister-Wahl am 8. November gegen den Amtsinhaber antreten.

von
erstellt am 13.Jun.2015 | 07:00 Uhr

Am 8. November ist Bürgermeister-Wahl. Bislang ist Amtsinhaber Dr. Andreas Koeppen der einzige Kandidat. Jetzt will ein zweiter Bewerber auf den Wahlzettel: Dr. Thomas Theisen (54) aus Münsterdorf hat begonnen, die notwendigen Unterstützungsunterschriften zu sammeln.

„Mit Herz und Verstand“ will sich Theisen für Itzehoe einsetzen, schreibt er auf der Website www.drtheisen2015.de. Denn „ich habe eine gewisse Historie des Engagements“, sagte der Münsterdorfer unserer Zeitung. „Ich war immer der Meinung, man darf nicht nur meckern, sondern muss selbst aktiv werden, wenn einen Dinge stören, wenn man etwas ändern will.“ Sich selbst beschreibt Theisen als „sehr kontaktfreudig“ – und in Gesprächen stelle er immer wieder viel Unzufriedenheit mit der Lage der Kreisstadt fest.

Itzehoe liege ihm am Herzen, sagt der Mediziner, der schon viel herumgekommen ist. Geboren wurde er in Trier, in den Nähe von Hannover machte er Abitur, studierte dann in Hamburg. Nach einem Aufbaustudium in den Bereichen Marketing und Betriebswirtschaft sei er seit 20 Jahren in Managementfunktionen tätig, sagt Theisen, der unter anderem in Belgien und München wohnte. Aktuell arbeitet er für ein Diagnostik-Unternehmen und lebt in Münsterdorf mit seiner Partnerin und 20 Gitarren: Als Blues-Musiker Big Tom hat sich Theisen in der Region einen Namen gemacht. Mit einem seiner beiden erwachsenen Söhne hat er gerade eine CD aufgenommen, am 5. September plant er ein Konzert im Veranstaltungszentrum Atzehoe.

Junge Leute seien ihm in Itzehoe besonders wichtig, sagt der 54-Jährige. Sein Eindruck sei, dass deren Belange hintenan stünden, viele fühlten sich nicht ernst genommen. Das neue Haus der Jugend liefert ihm ein Beispiel für das, was noch fehle: eine Gesamtstrategie. „Gibt es ein Konzept für Itzehoe 2030?“ Es sei wichtig, diese klare Linie für die Zukunft zu entwickeln.

Bei Theisen lautet sie: „Man muss mehr tun mit weniger Mitteln.“ Bei Großprojekten wie der Öffnung der Störschleife sei er „sehr vorsichtig“. Theisen setzt „eher auf Projekte mit kleinen Bausteinen, wo wir die Mittel viel geschickter und flexibler einsetzen können“. Mehr Aktivitäten in der Stadt seien wichtig und sie müssten besser verzahnt werden, auch mit dem Umland. Beispiel: Er hätte sich während der Classic Motor Days am Hungrigen Wolf Oldtimer in der Stadt gewünscht – „wir müssen viel kreativer sein“. Chancen für Gratis-Veranstaltungen würden verpasst, die „wunderschönen Plätze“ müssten aktiviert werden, etwa mit Festivals für Kunst oder Straßenmusik.

Im Management, auch von Mitarbeitern, und der Organisationsentwicklung bringe er viel Erfahrung mit, sagt Theisen. In der Verwaltungsarbeit nicht: „Ich habe die Hoffnung, dass ich die Verwaltung überzeugen kann, mich bei Projekten zu unterstützen.“ Insgesamt wünscht er sich eine „Einstellung, die mehr darauf zielt, Sachen möglich zu machen“. Gebraucht würde auch die Politik: Der Münsterdorfer tritt bewusst als Parteiloser an, um „im Einzelfall nicht gebunden zu sein durch Parteiräson“.

Damit Theisen zur Wahl antreten kann, müssen mindestens 155 EU-Bürger über 16 Jahren, die in Itzehoe gemeldet sind, mit ihrer Unterschrift bestätigen, dass sie ihn unterstützen. Die Hälfte habe er zusammen, auch heute will der 54-Jährige wieder in der Fußgängerzone unterwegs sein. Bisher habe er sehr gute Resonanz erlebt, breit gestreut über Jüngere und Ältere – udn auch durch Geschäftsleute: „Das positive Feedback geht quer durch alle Bevölkerungsgruppen.“ Das passt, findet Theisen – schließlich wolle er ein Bürgermeister für alle Bürger sein.

 

 

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