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Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 01:12 Uhr

Beschlossen : Ein Haus der Jugend für alle

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Einstimmiges Ja in der Ratsversammlung: Mit Plantschbecken soll ein attraktiver Treffpunkt entstehen.

von
erstellt am 08.Nov.2014 | 07:00 Uhr

3,8 Millionen Euro stehen bereit. Das Haus der Jugend (HdJ) an der Grunerstraße kann gebaut werden. Parallel soll die Verbindung mit dem Plantschbecken-Gelände geplant und ein Konzept für die Nutzung entwickelt werden. Das hat die Ratsversammlung beschlossen – und zwar einstimmig.

Die Entscheidung stand schon vorher fest durch einen gemeinsamen Antrag der großen Koalition (wir berichteten). Alle Ratsmitglieder schlossen sich am Ende an, auch wenn Hans Emil Lorenz (UWI) CDU und SPD eingangs vorwarf, nur auf einen fahrenden Zug aufgesprungen zu sein, einem Papier aus dem Kinder- und Jugendbüro folgend. Ohne weitere Schärfen und Ausflüge in die Vergangenheit mit Treibhaus und Bürgerentscheid kam die Diskussion nicht aus, gegen Ende sagte Hannes Panzer, Präsident des Jugendparlaments: „Ich habe mehr als sechs Jahre auf diesen Tag gewartet. In der letzten halben Stunde habe ich noch einmal sechs Jahre gewartet.“

Der Beschluss im Einzelnen: Die Mittel für den Bau werden in den Jahren bis 2016 bereit gestellt, inklusive der 750 000 Euro Mehrkosten, die gegenüber dem ursprünglichen Ansatz entstanden sind – etwa durch eine Pfahlgründung. Wie sich eine Ölverunreinigung im Boden auswirkt, wird noch geprüft. Spätestens 2016 soll das Plantschbecken an das HdJ angebunden werden. Pläne für eine Aufwertung des Freigeländes und die Schaffung von Parkplätzen sollen 2015 erarbeitet werden, ebenso ein Konzept für die Arbeit im HdJ.

Dort bekomme die Jugend eine Heimat, aber das Haus sei auch für Schulen, Vereine, vielleicht auch Privatpersonen gedacht, bekräftigte Sönke Doll (SPD). „Dieses Haus macht nur Sinn, wenn wir es effektiv verbinden mit dem Plantschbecken-Gelände“, meinte sein Fraktionskollege Dieter Krämer. Damit werde der Bürgerwille umgesetzt, betonten sowohl Doll als auch Ralph Busch (CDU).

Die Idee habe Charme, gestand Thomas Wudtke (FDP), war aber wie andere wegen der Kosten besorgt. Zurecht, meinte Busch – aber den Bürgern solle gezeigt werden, dass sie sich auf die Politik verlassen könnten. Das Ziel laut Doll: „Am Ende wollen wir einen attraktiven Treffpunkt schaffen für Jung und Alt.“ Dafür gingen alle Hände hoch.

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