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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 12:39 Uhr

Abschied : Ein guter Hirte für Münsterdorf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In Münsterdorf wird Mruttu Balozi in einem Gottesdienst feierlich verabschiedet. Der Pastor aus Kenia war drei Jahre lang zu Gast in der Gemeinde. Jetzt kehrt er in die Heimat zurück.

shz.de von
erstellt am 25.Dez.2013 | 08:00 Uhr

Drei Jahre lang ist Pastor Mruttu Balozi aus Kenia nun in der Kirchengemeinde Münsterdorf – es war eine erfüllte Zeit, wie er sagt. Diese geht nun zuende: Balozi fliegt am 30. Dezember zurück nach Hause. „Jetzt bin ich ein Teil von Euch“, betonte der 32-Jährige Theologe aus Nairobi während seines Abschiedsgottesdienstes am Sonntag in der St.-Anschar-Kirche.

Drei Jahre lang lebte und arbeitete Balozi in Münsterdorf. Er tauchte tief ein in das Gemeindeleben, leitete Gottesdienste, feierte Trauungen und Taufen, gestaltete Konfirmandenunterricht und arbeitete eng mit der evangelischen Kita zusammen. Schon nach kurzer Zeit gehörte er fest in das Dorf und in die Gemeinde. Jedes Kind kannte den Pastor aus Afrika und auch mit den Erwachsenen gab es unzählige Gespräche. „Ich war kein durchreisender Handelsvertreter des Evangeliums“, sagte Balozi, der den engen Kontakt zu den Münsterdorfern als Mittelpunkt seiner Arbeit schätzte. „Ich werde die Zuneigung vermissen, die ich hier erfahren habe.“ Und die Königsberger Klopse, wie er ergänzt.

In der Nordkirche – der Landeskirche in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern – war es das erste Mal, dass ein Gastpastor einer Partnerkirche direkt in einer Kirchengemeinde tätig ist. „Du bist uns ein guter Hirte und guter Botschafter gewesen“, lobte Pastor Ralf Greßmann seinen Amtsbruder in der voll besetzten Kirche. Auch die stellvertretende Pröpstin Christiane Zimmermann war zum Abschied gekommen und lobte den engen Kontakt Balozis zur Gemeinde. „Die Kinder auf der Straße kannten Ihren Namen, lange bevor Sie jemanden kannten“, sagte sie. „Hier hat es trotz anfänglicher Sprachschwierigkeiten nie einen Dolmetscher gebraucht.“ Für den Kirchenkreis hätte sie sich indes noch mehr Austausch mit dem weitgereisten Gast gewünscht. „Ich hätte gern mehr von Ihren Positionen gehört.“


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