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Ein Gespür für die richtigen Entscheidungen

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erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Glückstadt | Als Jürgen Kewitz vor 40 Jahren im Rathaus anfing zu arbeiten, fiel ihm eines auf: Die Beamten grüßten die Bürger nicht, die auf dem Flur saßen. Für ihn ein Unding, er grüßte vom ersten Tag an. Bürgernähe war ihm von jeher wichtig.

In Glückstadt aufgewachsen, hatten seine Eltern eigentlich etwas anderes mit ihm vor. "Ich sollte zum Zoll gehen oder zur Polizei. Doch ich war zu unsportlich. Da blieb nur das Rathaus."

Dies gab der 56-Jährige bei einer Feierstunde zu Ehren seines Arbeitsjubiläums zum Besten. Seine Vorgesetzten Bürgermeister Gerhard Blasberg und Bauamtsleiter Dr. Lüder Busch amüsierten sich köstlich. Denn gerade hatten sie ihn in den höchsten Tönen für sein Engagement gewürdigt.

Gerhard Blasberg betonte, dass alle wüssten, was sie an ihm hätten. "Es kann keiner so wie Du", würdigte er die umfangreichen Kenntnisse und den Einsatz. Dass Jürgen Kewitz vor 25 Jahren ins Bauamt versetzt worden war, rühmte der Bürgermeister als "kluge Entscheidung". Und er weiß schon jetzt: Wenn Jürgen Kewitz in neun Jahren in Pension geht, wird er "schwer zu ersetzen sein". Denn er sei "toll vernetzt, immer menschlich, aber immer durchsetzungsfähig. "Du hast ein Gespür für die richtigen Entscheidungen und erledigst Deine Aufgaben glänzend." Und: "Du löst die Probleme ohne zu fragen, ob Du überhaupt zuständig bist. Wir haben dir sehr viel zu verdanken."

Auch Dr. Lüder Busch kennt den Einsatz seines Mitarbeiters: "Du kennst keinen Tag und keine Nacht, Du gibst Dein Mitgefühl nie an der Tür ab."

Jürgen Kewitz bekannte dazu: "Ich kümmere mich gerne, und ich fühle mich wohl im Rathaus." Er sei froh, dass ihn der ehemalige Bürgermeister Dr. Bruhn daran gehindert habe wegzugehen. Denn Ende der 70er Jahre wollte er in die Verwaltung nach Cuxhaven wechseln. Doch Dr. Bruhn machte ihm ein Angebot, er blieb. Nur an zwei "undankbare Aufgaben" erinnert er sich: an die Volkszählung 1987 und die Vogelgrippe 2006. Damals musste er "viele tote Vögel einsammeln".

Was ihm gefallen würde: "Eine Großveranstaltung wie Wacken." Denn sein Steckenpferd sind Verkehrskonzepte.

Sein liebstes Hobby ist seit vielen Jahren in der Freizeit als Reporter für unsere Zeitung unterwegs zu sein.

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