Harley-Club aus Glückstadt : „Ein geiles Motorrad“

Großes Treffen der Harley-Freunde vom Klub „Big Twins & Friends“ in Glückstadt am Hafenkopf.
Großes Treffen der Harley-Freunde vom Klub „Big Twins & Friends“ in Glückstadt am Hafenkopf.

Das zehnte Jahrestreffen des Glückstädter Harley-Clubs „Big Twins & Friends“ lockt Fans aus ganz Norddeutschland an.

shz.de von
30. August 2018, 09:59 Uhr

Dumpfes Wummern aus verchromten Auspuffrohren ließ es schon erahnen: Hier näherten sich besondere Fahrzeuge ihrem Zielort Hafenkopf. Zahlreiche Passanten am Fleth kamen aus dem Staunen nicht heraus – anerkennendes Nicken, schüchternes Winken. Etwa 20 Motorräder zogen mit ihrem charakteristischen Sound an ihnen vorbei. Motorräder? Nein. Harley-Davidsons – das ist eine Weltanschauung, eine Philosophie.

Ziel der Gruppe: Das zehnte Jahrestreffen der „Big Twins & Friends“, ein Club der Harley-Freunde. Die gründeten sich zwar in Glückstadt, kommen inzwischen aber aus dem ganzen Norden. Treibende Kraft seinerzeit: der Unternehmer Henning Plotz. Mit ihm dabei waren Jürgen Wichmann, Klaus Bollmann, Andreas Behrmann, Walter von Bauer – Männer der ersten Stunde.

Heute führt Jean-Ludwig Favier den Club. Jürgen Wichmann und er gaben einen kleinen Einblick in das Vereinsleben. Zehn Jahre treffen sie sich, veranstalten Ausfahrten mit ihren Harleys, für die schon mal locker hohe fünfstellige Beträge auf den Tisch gelegt werden müssen. Natürlich im gemäßigten Tempo, wie es sich für die Herren und Damen im gesetzten Alter gehört. Eine Harley-Davidson zu fahren ist nun mal kein Rennen, das ist formvollendetes Cruisen durch die Lande. „Vernünftig, sauber, anständig Motorrad fahren. Und dabei die Seele baumeln lassen“, erklärt Jean-Ludwig Favier den Mythos Harley. Es ist das viel beschriebene Gefühl von Freiheit und Abenteuer.

Und Jürgen Wichmann erklärt die Philosophie: „Eine Harley ist nun mal ein geiles Motorrad.“ Die 70 Vereinsmitglieder – von ihnen fahren auch etwa 15 Frauen schwere Maschinen – sind unternehmungslustig. Die Harley-Days in Hamburg gehören zum Pflichtprogramm ebenso wie die Treffen auf Sylt oder in Westensee. Einige berichten von Fahrten durch Spanien, Österreich, durch die Vereinigten Staaten und quer durch Südafrika.

Viele der Maschinen sind solche Schmuckstücke, man traut sich kaum sie anzufassen. Aber auch diese Maschinen sind beileibe keine Schaustücke, es sind Gebrauchsgegenstände. Zugegeben: Auf hohem Niveau.

So bietet Jean-Ludwig Favier Fahrertraining auf dem Gelände des Hungrigen Wolf in Hohenlockstedt an. Und daran kann jeder Motorrad-Fahrer teilnehmen; es müssen nicht zwangsläufig Harley-Fans sein. Ein Programm mit Live-Musik, Ausfahrten durch den schönsten Norden, mit ganz vielen „Benzin-Gesprächen“ beim geselligen Beisammensein umrahmte das zünftige Jahrestreffen der „Big Twins“.

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