Kinderliteratur : Ein ganz privates Weihnachtsbuch

Haben eigene Geschichten aus der Vorweihnachtszeit als Buch herausgebracht: Jutta (re.) und Hans Martin Storm. Um die Illustrationen von  „Hopps, der Weihnachtshase“ hat sich  Silke Behr gekümmert.
Haben eigene Geschichten aus der Vorweihnachtszeit als Buch herausgebracht: Jutta (re.) und Hans Martin Storm. Um die Illustrationen von „Hopps, der Weihnachtshase“ hat sich Silke Behr gekümmert.

Jutta Storm aus Brunsbüttel veröffentlicht jetzt die ursprünglich nur für ihre Kinder gedachten Erzählungen vom Hasen Hopps und seiner Suche nach dem Nikolaus.

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03. November 2013, 17:00 Uhr

Eigentlich wollte er nur dem Nikolaus Danke sagen für die vielen Naschereien, die der ihm in den Stiefel gesteckt hat. Doch so einfach findet Hase Hopps ihn nicht. Seine Suche ist mit allerlei Abenteuern verbunden. Immerhin, Hopps muss nicht alleine nach dem Nikolaus irgendwo hinter den fernen Bergen suchen. Katie, das Kaninchen, begleitet ihn. Die Geschichte des kleinen Hasen hat Jutta Storm in der Vergangenheit ihren Kindern erzählt. Jeden Tag zum Frühstück ein Kapitel. Jetzt hat sie die Erzählungen gebündelt und als Kinderbuch herausgebracht: „Hopps der Weihnachtshase“, liebevoll illustriert von Silke Behr.

Für die beiden Brunsbüttelerinnen hatte die Produktion des Buchs selbst einen Hauch von Abenteuer. Zwar gab es die 24 ins Buch übernommenen Kapitel schon. Jutta Storm hatte sie aufgeschrieben und aufbewahrt, nachdem ihre Kinder die Kurzgeschichten jeden Morgen aus dem Adventskalender geholt hatten. Doch so einfach lässt sich ein Buch nicht aus einer Lose-Blatt-Sammlung erstellen. Ehemann Hans Martin half, denn er hat bereits bei seinem Krimi „Blut am Kirchturm“ Erfahrungen mit Büchermachen gesammelt. Besonders für Silke Behr war ihr eigener Part Neuland: Ein Buch zu illustrieren sei etwas anderes, als einfach Bilder zu malen. Hopps etwa müsse in jedem Kapitel sofort wieder zu erkennen sein. Noch schwerer wog jedoch bei ihrer akribischen Arbeit mit Buntstiften, dass die eine oder andere Farbe zur Neige ging – und der Nachkauf schwierig wurde, weil der Hersteller manche Farbe plötzlich in erkennbar anderen Nuancen auf den Markt gebracht hatte. Die letzten Feinheiten bei einem Bild schließlich malte sie mit einem Stückchen Buntstiftmine zwischen den Fingerspitzen. Sonst hätte sie die Illustration neu beginnen müssen. Und dann war da noch der Zeitdruck: Jutta Storm und Silke Behr wollten ihr Buch rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse im September fertig haben. Das hat geklappt. Und es hat Silke Behr eine ungewohnte Erfahrung verschafft: „Ich musste mich drei Monate im Hochsommer mit Weihnachten beschäftigen.“

Die Mühe hat sich gelohnt, herausgekommen ist ein unterhaltsames Kinderbuch, das dank seiner großen Schrift auch für Leseanfänger geeignet ist. „Die Suche nach dem Nikolaus“ lautet der Untertitel von Band 1. Folgebücher mögen Storm und Behr nicht ausschließen. Der Fundus an kurzen Erzählungen aus der Feder von Jutta Storm lässt Fortsetzungen jedenfalls zu. Begonnen hatte sie mit ihren Frühstücksgeschichten vor acht Jahren, als Ergänzung zum mit Naschies gefüllten Adventskalender für Joja-Marie, Friederike Sophie und Johannes Lukas. „Ich habe mich abends hingesetzt und dann die Geschichten weitergesponnen.“ Die Idee kam beim Nachwuchs im Hause Storm an. Und die Autorin weiß: „Die Abenteuer von Hopps hören sie heute noch gern.“

So ganz nebenbei erfahren Kinder in den 24 Kapiteln auch etwas über Bischof Nikolaus von Myra, an den letztlich der Nikolaustag erinnert. Das war Hans Martin Storm wichtig – schließlich ist er Pastor.


>Im Buchandel erhältlich: „Hopps der Weihnachtshase – Die Suche nach dem Nikolaus“: 14,90 Euro, edition winterwork, ISBN 978-3-86468-551-4.

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