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200 Jahre Norddeutsche Rundschau : Ein echtes Jubiläum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Beim Festakt anlässlich des 200. Geburtstags der Norddeutschen Rundschau betonen Redaktions- und Verlagsleiter die Bedeutung regionaler Blätter.

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erstellt am 22.Jul.2017 | 05:00 Uhr

„Eine Region, die keine Identität hat, kann keine Regionalzeitung ernähren.“ Und andersherum: Ohne eine Regionalzeitung gebe es in einer Region keine eigene Identität. So erklärt Stefan Hans Kläsener die Bedeutung der Norddeutschen Rundschau. Als Anlass dient dem Chefredakteur des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags (sh:z) der runde Geburtstag der Zeitung: „Wir sind stolz darauf, dass es über 200 Jahre funktioniert hat – und das funktioniert auch weiter.“

Zwei Jahrhunderte, das sei ein echtes Jubiläum, auch wenn der Begriff sonst gern überstrapaziert werde, sagt Rundschau-Redaktionsleiter Tobias Stegemann, als er im Restaurant Himmel und Erde die geladenen Gäste begrüßt. Dazu gehören viele Honoratioren aus Stadt und Kreis, aber auch viele Repräsentanten des Verlags bis hin zu den Herausgebern Werner F. Ebke und Jan Dirk Elstermann. Das sei ein schönes Zeichen für das Miteinander im Verlag, sagt Kläsener. Auch Rundschau-Geschichte ist versammelt: Mit Heinz Longerich, Jürgen Peters, Dieter Brumm und Volker Mehmel nehmen vier Vorgänger Stegemanns an der Feier teil. Und selbst die Musik ist hausgemacht: Nikolai Lengefeldt, sonst als Account Manager für die Unterstützung des Verkaufs sowie Kundenbetreuung zuständig, begleitet die Feier am Klavier.

Stegemann lobt seine Redaktionsmannschaft für den Einsatz für die gestern erschienene Jubiläumsbeilage. sh:z-Geschäftsführer Paul Wehberg dehnt das Lob auf das gesamte Team im Verlag aus und hebt dabei besonders die Zusteller hervor: „Sie sind für uns existenziell.“ Denn auch wenn die Digitalisierung längst Realität sei mit mindestens 4000 Lesern auf diesem Kanal, die Printausgabe liegt noch weit vorn: „Täglich erreichen wir mit der Norddeutschen Rundschau 60  000 Menschen.“ Die Bedeutung der Tageszeitung betont Kläsener: Mit deren Qualität hänge eng die Frage zusammen, ob sich politischer Extremismus entwickeln könne oder nicht. Die Lokalzeitung sei der „Humus der Demokratie“, so der sh:z-Chefredakteur. Dabei müsse der Leser nicht mit jedem Artikel einverstanden sein: „Es ist entscheidend, dass Sie überhaupt eine Zeitung haben, über die Sie sich auch mal ärgern können. Wir sind in gewisser Weise systemrelevant.“

Die Lokalzeitung sei das „vertrauenswürdigste Medium überhaupt“, sagt Verlagshausleiter Tim Klatt – und zwar in einem siebenminütigen Film, der eigens zum Rundschau-Jubiläum gedreht wurde. Für die Identifikation mit dem eigenen Umfeld sei die Zeitung sehr wichtig, sagt darin Künstler Friedel Anderson, während er an der Stör malt. Und der frühere Chefredakteur Heinz Longerich hält fest, was heute ebenso gilt wie vor 50 Jahren: „Der Lokalteil ist immer noch das Wichtigste in der Zeitung.“

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