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Entwurf vorgestellt : Eigenes Zentrum für Glückstadt-Nord

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ideen für das Projekt „Soziale Stadt“ vorgestellt / Neue Stadtteilmitte und mehr Freizeitangebote geplant

shz.de von
erstellt am 29.Mär.2016 | 12:04 Uhr

Attraktiv, belebt, senioren und kindergerecht – das soll Glückstadt-Nord ab 2017 werden. Das ergab eine Umfrage unter Bewohner des Stadtteils. Das Büro BIG Städtebau veröffentlichte jetzt ihren Entwurf, um dies zu ermöglichen.

Im Auftrag der Stadt untersuchte das Unternehmen den Stadtteil Nord. Mitarbeiter von BIG Städtebau ermittelten, was dort gut funktioniert und wo es Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Dazu wurden auch die Anwohner befragt, die viele Hinweise gaben. Sie sagten, was fehlt und was ihnen in Nord überhaupt nicht gefällt. Der Maßnahmenkatalog ist umfangreich. „Was wir entwickelt haben, ist nicht in Stein gemeißelt. Die Bewohner können uns dazu nochmal Rückmeldungen geben“, sagte Christine Ellen von BIG Städtebau jetzt bei der Auftaktveranstaltung Soziale Stadt. „Daran werden die Entwürfe dann angepasst.“ Außerdem müssen noch Gespräche mit den Eigentümern der betroffenen Gebäude geführt werden. Und das Innenministerium als Geber der Fördermittel muss noch zustimmen. Die „Neue Stadtteilmitte“ ist eine der größeren Maßnahmen, die die Planer vorschlagen. „Viele der Befragten haben angegeben, dass Versorgungseinrichtungen in Glückstadt-Nord fehlen. Es gebe hier keinen wirklichen Treffpunkt, keine Kneipe und keine nahe gelegene Einkaufsmöglichkeit.“ Deshalb ist geplant, an der Ecke Königsbergerstraße und Stolpmünderstraße ein Zentrum zu schaffen. Dort befinden sich bereits jetzt der Treffpunkt der Diakonie und das Sozialkaufhaus. Auch ein „Stadtteilhaus“ ist geplant. Darin sollen verschiedene, auch nicht kommerzielle Angebote, stattfinden. „Vorstellbar sind Senioren- sowie Jugendtreffs und ein Elterncafé.“ Auch Räume für soziale und kulturelle Veranstaltungen – initiiert durch Vereine, Gruppen oder das Engagement Einzelner – sehen die Stadtplaner vor.

Damit das neue Zentrum attraktiver für Geschäfte wird, ist eine Brücke über die Bahntrasse als Verbindung zum Stadtteil Tegelgrund geplant. „Damit können wir ein größeres Publikum erreichen, so dass eine Kneipe auch genügend Kunden hätte, um zu bestehen“, so Christine Ellen. Zudem sollen die Grünflächen des Parkes in Glückstadt-Nord neu gestaltet werden. Damit würde ein Raum geschaffen, in dem sich die Generationen treffen und ihre Freizeit verbringen können.

Im östlichen Teilbereich des Grünzugs sollen Sitzgelegenheiten und befestigte Wege gebaut werden. Auch ausreichende Beleuchtung sowie Spielmöglichkeiten sind geplant. Der westliche Teilbereich dagegen soll mit den kleinen, gemütlichen Nischen in seiner Naturbelassenheit gestärkt werden. Zudem werden dort ebenfalls die Wege und die Beleuchtung verbessert und Sitzmöglichkeiten aufgestellt.

Für die Entwicklung des Südens sehen die Planer seniorengerechte Wohnungen vor. Dort sollen auch Gemeinschaftsflächen mit Freizeitangeboten entstehen. „Wir sehen die Missstände im Süden als Chance für den Neuordnung der städtebaulichen Struktur“, erklärte Ellen. Denn zurzeit stünden dort viele Gebäude leer und teils lohnten sich die Kosten nicht, die für eine Sanierung anfallen würden. „Diese Gebäude könnten durch zeitgemäße Neubauten ersetzt werden.“ Zudem wollen die Stadtplaner die Spielplätze verbessern und einen Teil des Sportplatzes öffnen: Ein Platz zum Ballspielen, eine Skaterbahn und öffentliche Fitnessgeräte sollen den Bewohnern künftig mehr Möglichkeiten bieten, die Freizeit in Glückstadt-Nord zu gestalten.

Die Maßnahmen werden jedoch nicht von heute auf morgen umgesetzt. Ellen: „Wir wollen 2017 damit anfangen. Gerade für die größeren Baumaßnahmen müssen fünf bis zehn Jahre eingeplant werden.“

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